Vellmar rettet einen Punkt - TSV spielt in der Handball-Regionalliga 24:24 gegen Hüttenberg. Zum Schluss konnten die Regionalliga-Handballer des TSV Vellmar froh sein, dass sie beim 24:24 (16:14) gegen den TV Hüttenberg II noch einen Punkt holten. Neun Minuten vor Spielende hatten die Gäste in der Großsporthalle noch mit 23:21 geführt.
TSV-Trainer Vladimir Djuric konnte sich nach Spielschluss nicht so recht entscheiden, ob es ein verlorener oder gewonnener Punkt war. „Im ersten Saisonspiel schwer zu sagen. Wir haben noch einen langen Marsch vor uns“, so Djuric. Der war teilweise zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft, teilweise aber wieder auch nicht. Vladimir Djuric hatte Mängel in Abwehr und Angriff entdeckt, hatte aber auch streckenweise ein zufriedenstellendes Spiel seiner Mannschaft gesehen.
Die Partie der Nordhessen gegen die U23 des Zweitligisten Hüttenberg war durchaus mit vielen Vorteilen für die Gastgeber auf Augenhöhe. Zumindest bis kurz vor der Halbzeit, denn in der 24. Minute führte dann der TSV mit 14:11 und hatte mehr Kontrolle über das Spiel.

Insgesamt eine zufriedenstellende Abwehrleistung: Der TSV ließ gegen Hüttenberg nur 24 Treffer zu. Hier (v.l.n.r.) Louis Badenheuer, Andreu Perez und Noah Streckhardt. (Foto: Marco Biering)
Nach der Pause galt das vielleicht noch so drei, vier Minuten, dann war Hüttenberg wieder gut dabei. Und beim 20:19 (44.) führten die Gäste nach langer Zeit wieder.
Spannend dann die letzten zehn Minuten, Vellmar kam auf 23:23 heran, Hüttenberg erzielte das 24:23 (57:50), aber Freddy Drönner behielt 121 Sekunden vor Schluss die Nerven und netzte zum 24:24 und zum Endstand ein. Danach brachte der TSV Vellmar die restliche Zeit gut und ohne Gegentor über die Runden.
Die Gastgeber zeigten im ersten Spiel der Saison 2025/26 nicht die gewohnte Souveränität in der Abwehr. Immer wieder gelang nicht der direkte Zugriff auf die Hüttenberger Angreifer. Es klafften Löcher in der Deckung, es wurde nur mäßig geschoben und kommuniziert, das nutzten die Gäste für viele Treffer aus der kurzen Distanz. Bei denen war Keeper Christian Gumula machtlos, ansonsten hatte er zwölf Paraden auf dem Konto.
Im Angriff der Vellmarer fehlten oft die Ordnung und ein stringentes Vorgehen gegen die aggressive Abwehr der Gäste. Es wurde einiges an Torchancen liegengelassen, oft fehlte der direkte Zug zum Tor. Und nachdem man Finn Knop im TVH-Tor warm geworfen hatte, erwies der sich als fast unüberwindbar und fischte so manchen Wurf der Gastgeber aus der Luft. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

Der Spielball für das Auftaktspiel wurde traditionell gestiftet von Ursula Platowitsch (rechts) vom Taxenbetrieb Platowitsch aus Niedervellmar. Abteilungsleiter Martin ZIegener bedankte sich recht herzlich. (Foto: TSV-Presseteam)

TSV: Gumula, Scholler; Kanizaj 3, Perez Fernandez 1, Stumbaum, Lücking, Schopf, Adam, Badenheuer 1, Koch 4, Nacher Selma 3/2, Streckhardt 3/2, Braune 2, Manojlovic, Willrich 2, Drönner 5
