Zum Schluss einen Punkt erkämpft - der TSV Vellmar spielt in der Handball-Regionalliga 29:29 gegen die HSG Pohlheim. Der TSV Vellmar wartet in der Handball-Regionalliga der Männer weiter auf den zweiten Saisonsieg. Aufgrund einer starken kämpferischen Leistung in der Schlussphase der Partie sicherte man sich im Heimspiel gegen die HSG Pohlheim noch ein 29:29 (13:16). Vellmar ist damit weiter Tabellenzwölfter.
Das Remis war diesmal eindeutig ein gewonnener Punkt für die Gastgeber. Die lagen in der 45. Minute beim 24:29 für die Gäste aus dem Landkreis Gießen noch mit fünf Treffern im Rückstand. Das 26:21 (50.) sollte dann die letzte klare Führung der HSG Pohlheim sein. In der hektischen Schlussphase kam Vellmar bis auf 25:26 (53.) heran, aber Pohlheim setzte sich wieder auf 29:26 (56.) ab. Doch der TSV hatte seine Chance gewittert und blieb mit viel Einsatz und dem starken Christina Gumula im Tor (insgesamt 19 Paraden) dran. In Unterzahl verkürzte man auf 28:29 (57:43) und glich auch noch zum 29:29 (58:58) aus.

Starke Schlussphase: TSV-Spielmacher Arturo Nácher Selma verhagelte Pohlheim den sicher geglaubten Auswärtserfolg. (Foto: Dirk Krug)
In der ersten Halbzeit bestimmten die Gäste die Partie, nach dem 8:8 (17.) lagen sie meist mit zwei oder drei Treffern vorn.
Der TSV Vellmar, der auf den erkrankten Jonas Koch und die verletzten Tom Scholler und Ben Lücking verzichten musste, hatte über 60 Minuten Probleme mit dem schnellen Angriff der HSG Pohlheim. Es wurde einfach zu spät angegriffen, es wurden die Laufwege der Pohlheimer Entscheider zu spät oder nicht energisch genug versperrt. Den 36-jährigen Ex-Profi Stefan Lex und Torben Weinandt konnte man nicht entscheidend stören. Bei Lex hätte sich vielleicht der Versuch einer kurzen Deckung gelohnt.
Im Angriff gab es erfreulicher Weise weniger Fehler, aber der TSV Vellmar kam mit der aggressiven, kompromisslosen, schnellen und offensiven Abwehr der Gäste nur schlecht zurecht. Die Gastgeber wurden von der Deckung der Pohlheimer zu oft ins passive Spiel gezwungen. Und die „Notwürfe“ blieben bei den HSG-Torleuten hängen.
Beim TSV Vellmar haderte man mit den Entscheidungen der Unparteiischen Feldmann/Parlak, die in gleichen Situationen aus TSV-Sicht ungleich entschieden.
Spielentscheidend waren aber die hausgemachten Fehler, wie schlechtes Rückzugsverhalten, Fehlpässe oder Abpraller beim Gegner. Und, dass sich zum Beispiel der Trainer (56:23) kurz vor Ende eine Zeitstrafe einhandelt. Oder dass man sich 15 Sekunden vor Ende bei Ballbesitz beim Stand von 29:29 einen Wechselfehler erlaubt (zwei Minuten und Freiwurf Gegner).
Wir bedanken uns bei unserem treuen Spielball-Presenter:

„Angesichts des Spielverlaufs war das ein gewonnener Punkt. Den haben wir mit einer starken kämpferischen Leistung geholt“, sagte Co-Trainer Lance-Phil Stumbaum nach dem Spiel
TSV: Gumula, Gebel; Kanizaj 1, Perez Fernandez 1, Seibel, Schopf, Adam 3, Badenheuer 3, Nacher Selma 6, Streckhardt 5/2, Braune 5, Manojlovic, Willrich 3, Linke, Drönner 2
