Das erste Spiel im neuen Jahr hatte es direkt in sich. Gleich zu Beginn des Jahres 2026 mussten wir gegen den aktuellen Tabellenführer unserer Gruppe antreten. Der SV Kaufungen war am Sonntagmittag zu Gast in Vellmar. Den Jungs war von Beginn an bewusst, welch großer Brocken dort zum Jahresauftakt auf sie wartete.
Bevor ich zum Spiel komme, möchte ich mich als Trainer zunächst beim Schiedsrichter unserer B-Jugend bedanken. Es ist heutzutage alles andere als selbstverständlich, einen Unparteiischen für diese Spiele zu finden. Ben hat sich bereit erklärt, diese Partie zu leiten – und das bei seinem ersten Einsatz an der Pfeife. Gerade ein solches Spiel zu leiten, erfordert Mut, und das hat er gut gemacht.
Danke an dieser Stelle!
Nun zum Spiel: Von der ersten Minute an war klar, dass heute alles auf dem Feld gelassen werden musste, um diesem starken Gegner Paroli zu bieten. Der Einsatz stimmte von der ersten Sekunde an. Die Mannschaft kämpfte um jeden Ball und nutzte die Chancen im Angriff konsequent. In einigen Situationen war die Nervosität zwar spürbar, dennoch gab es immer wieder tolle Aktionen zu sehen.
Mats und Noah sorgten mit einigen Treffern für den nötigen Toreabstand. (Foto: Gerald Vahle)
Mit einem geschlossenen Teamgeist – etwas, das der deutschen Nationalmannschaft zuletzt gegen Serbien fehlte – setzte die Mannschaft die Vorgaben stark um. So konnten wir mit einer verdienten Vier-Tore-Führung in die Halbzeit gehen.
In der Vergangenheit war die zweite Halbzeit nicht selten unser Problem, insbesondere weil wir in der Abwehr zeitweise die Zuordnung verloren haben. Diesmal jedoch nicht! Die defensive Ordnung blieb stabil, und aus einer sehr, sehr starken Abwehrleistung heraus – inklusive eines erneut starken Rückhalts im Tor – konnten wir gute Bälle nach vorne spielen.
Flo zeigte nicht nur Treffsicherheit, sondern überzeugt auch mit einem tollen Auge für seine Mitspieler. (Foto: Gerald Vahle)
Natürlich habe ich als Trainer eine gewisse „Brille“ für mein Team auf. Aber so viel, wie diese Mannschaft von mir korrigiert wird, muss ich sie an dieser Stelle (ausnahmsweise 😉) ausdrücklich loben.
Mit welcher Übersicht diese jungen Kerle phasenweise spielen, überrascht selbst mich. Bälle werden von außen an den Kreis gespielt, weil dort ein Mitspieler besser positioniert ist. Oder der Ball wird weitergespielt, obwohl man selbst frei vor dem Tor steht. Keine eigensinnigen Alleingänge, sondern stets der Blick für den Mitspieler – ohne den eigenen Torerfolg in den Vordergrund zu stellen.
Außerdem mussten wir auf einige unserer Mannschaftskollegen verzichten, die sich bei unglücklichen Aktionen teilweise auch schwerer verletzt haben. Die Mannschaft steht hinter euch – kommt schnell und gesund zurück. Gute Besserung!