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TSV Vellmar gegen SG Bruchköbel 30:24 (12:14)

Vellmar kämpft sich zum Sieg - Regionalligist schlägt die SG Bruchköbel nach starker zweiter Halbzeit 30:24. Mit 30:24 (12:14) schlug der TSV Vellmar in der Handball-Regionalliga der Männer die SG Bruchköbel und kletterte damit auf Rang elf der Tabelle. Das pure Ergebnis drückt allerdings nicht die Dramatik, teilweise auch Hektik des Spielverlaufs aus.

Nach der ersten Halbzeit war klar, steigert sich Vellmar nicht gewaltig, dann geht das erste Spiel nach der Weihnachtspause den Bach runter. Doch die Gastgeber kamen vor 300 Zuschauern wie verwandelt aus der Pause. Es dauerte zwar ein paar Minuten, bis man spielerisch zu Bruchköbel aufschloss, aber dann rappelte man sich auf und drängte die Gäste in die Defensive.

Eine kompakte Abwehr - hier Andy Pérez (links) und Niklas Willrich (rechts) mit einem gutaufgelegten Tom Scholler (hinten links) im Tor war der Grundstock für den Heimerfolg gegen Bruchköbel. (Foto. Dirk Krug)

Spätestens als sich Nebojsa Kanizaj in der 55. Minute allein durch die Bruchköbeler Abwehr tankte und zum 26:21 abschloss, konnte man von den zwei Punkten träumen. In den letzten fünf Minuten ließ Vellmar dann nichts mehr anbrennen und Arturo Nacher Selma setzte mit seinem dritten Treffer zum 30:24 den Schlusspunkt.

Der TSV Vellmar war schlecht in die Partie gestartet, Bruchköbel führte 4:1 (7.) und 10:7 (20.), richtig klar konnte sie sich aber nicht absetzen. Beim 16:16 (40.) glich Vellmar erstmal aus, beim 18:17 (43.) ging man erstmals in Führung und gab diese bis zum Schluss nicht mehr ab.

In bestechender Form präsentierte sich Jonas Koch (im Wurf) zum Rückrundenabschluss, er erzielte neun Treffer für sein Team. (Foto. Dirk Krug)

Vellmar griff in der ersten Halbzeit Abwehr zu spät an, ließ die Bruchköbeler Offensive aus dem Rückraum zum Wurf kommen oder zu freien Chancen aus der Nahdistanz. Christian Gumula im Tor war deswegen bei vielen Treffern machtlos. Im Angriff verschenkte der TSV viele Einwurfmöglichkeiten, passte schlecht und vergab die sichersten Chancen.

Das alles änderte sich nach der Pause. Inzwischen war ab der 27. Minute Tom Scholler im Tor, insgesamt mit neun Paraden, und der hatte dann eine Abwehr vor sich, die wesentlich konsequenter arbeitete. Vellmar ließ jetzt weniger Chancen der Gäste zu, machte früh die Räume dicht und attackierte aggressiver.

Mit Wille zum Sieg - Simon Adam vollstreckt gegen Bruchköbels guten Torwart Bätz. (Foto. Dirk Krug)

Im Angriff spielt der TSV sicherer, schneller und traf auch besser. Die Chancen, die man zuvor noch hatte liegen lassen, waren jetzt drin. Bruchköbel stemmte sich mit aller Macht gegen die drohende Niederlage, aber der TSV kämpfte um jeden Ball und ließ sich nicht mehr von der Siegerstraße drängen. Hektisch wurde es in der 52. Spielminute: Freddy Drönner war bei seinem Treffer zum 24:19 übel gefoult worden und blieb erst einmal im Raum liegen. Noah Streckhardt ging dann den Bruchköbeler Nico Bätz an. Schiedsrichter und Spieler versuchten die Wogen zu glätten. Die Folge: Rot ohne Bericht für Bätz, Rot mit Bericht für Streckhardt.

Der Spielball für die Partie gegen Bruchköbel wurde gestiftet von der DHTV - der Deutschen Handball Trainer Vereinigung. Wir sagen herzlich Danke!

Ein Comeback feierte Tim Räbiger, als er in der 51. Minute in die Abwehr kam. Räbiger hatte nach dem Landesliga-Titel 2024/25 aufgehört, war aber bereit, beim TSV auszuhelfen. „Das war eine starke zweite Halbzeit, mit der haben wir uns diesen Sieg verdient. Auf diesen Erfolg können wir aufbauen.“, freute sich TSV-Trainer Vladimir Djuric. Tom Scholler habe der Abwehr, die in der ersten Halbzeit nicht so stark gewesen sei, Sicherheit gegeben. Scholler selbst strahlte nach dem Sieg. „Mit dem Druck, der auf einem als Torwart lastet, wenn man ins Spiel kommt, kann ich umgehen. Man sitzt ja auf der Bank und ist immer startbereit“, sagt Scholler. Der lobt nochmal die Abwehr der zweiten Halbzeit und reihte sich dann in die Mannschaft ein, die sich bei den Fans für die Unterstützung bedankt. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

TSV: Gumula, Scholler; Kanizaj 3, Perez Fernandez 1, Räbiger, Adam 2, Badenheuer 1, Koch 9, Nacher Selma 3, Streckhardt 5/5, Braune, Manojlovic, Willlrich 2, Drönner 4