Herzlich Willkommen beim TSV 1892 Vellmar e. V.

der Sportverein mit Herz und Tradition

Featured

TSV Vellmar gegen MSG Körle / Guxhagen 28:33 (11:14)

Eine Pleite, die richtig wehtut: Regionalliga-Handballer vom TSV Vellmar verlieren Derby gegen Körle/Guxhagen 28:33. Diese Niederlage schmerzt gleich doppelt. Die Handballer des TSV Vellmar haben am Sonntagabend das Derby in der Regionalliga gegen die MSG Körle/Guxhagen 28:33 (11:14) verloren, sind dabei stets einem Rückstand hinterhergelaufen und haben nie wirklich zu ihrem Spiel gefunden.

Für die Vellmarer ist die Niederlage ein herber Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg. Körle/Guxhagen kann sich dagegen freuen: Die Mannschaft von Trainer Christian Schade ist Derbysieger und fährt wichtige Punkte ein. In der Tabelle steht das Team aus dem Schwalm-Eder-Kreis nun einen Rang vor Vellmar, der TSV ist 13. und damit Vorletzter.

 

„Diese Niederlage schmerzt ungemein. Das war ein wichtiges Spiel, auf das wir uns intensiv vorbereitet haben. Umso enttäuschender war dann unser Auftritt“, sagte Vellmars Frederik Drönner, mit acht Treffern bester Werfer seines Teams, nach der Partie, die überaus torarm begann.

 

Magnus Rulff brachte die Gäste nach 49 Sekunden 1:0 in Führung. Danach waren es vor allem die Torhüter, die glänzten. Auf Vellmarer Seite parierte Christian Gumula gleich mehrfach stark. Körle/Guxhagens Jan Lasse Herbst stand ihm in kaum etwas nach. Dazu kamen jede Menge Fehlpässe und unkonzentrierte Abschlüsse neben das Tor. Erst nach rund sechs Minuten gelang Eugen Gisbrecht das 2:0, Vellmar brachte sich durch einen verwandelten Siebenmeter von Spielertrainer Noah Streckhardt erstmals auf die Anzeigetafel (7.). Ereignisarm ging es weiter. Nach einer Viertelstunde hatte Vellmar gerade einmal drei Tore erzielt, die Gäste führten zu diesem Zeitpunkt 5:3. „Wir haben in der ersten Halbzeit viel zu häufig parallel gespielt, haben die Lücken einfach nicht gesehen“, sagte Drönner zum Auftritt in den ersten 30 Minuten.

 

Immerhin: Auch die Gäste hatten viel mit sich selbst zu kämpfen. In der 16. Minute verwarf Björn Prinz frei vor dem Tor, im Gegenzug kam Vellmar durch Jonas Koch mal wieder auf einen Treffer heran (18.), in der 22. Minute gelang das durch ein Tor von Arturo Nacher Selma erneut. Er traf zum 8:9 aus Vellmarer Sicht, ehe sich wieder zu viele Unkonzentriertheiten einschlichen. Bitter: Kurz vor der Halbzeit verpasste Niklas Willrich frei vor Herbst das 12:13 (30.), stattdessen fing sich Vellmar noch einen Siebenmeter. Zur Pause führten die Gäste 14:11.

 

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts war der TSV vor allem mit sich selbst beschäftigt. In der Defensive fehlte die letzte Konsequenz, in der Offensive Kreativität und Durchschlagskraft – und das stärkte den Kontrahenten. In der 35. Minute hatte sich Körle/Guxhagen erstmals einen Fünf-Tore-Vorsprung erspielt. Das Selbstbewusstsein wuchs, besonders sehenswert war der Treffer von Julian Kreile zum 20:15 in der 38. Minute.

 

In der folgenden Viertelstunde kam Vellmar nicht richtig heran, hielt aber zumindest bis zur 53. Minute den Fünf-Tore-Abstand, ehe Drönner und Willrich verkürzten. Nur noch 24:27 (54.). Doch unnötige Zeitstrafen und eine Rote Karte gegen Simon Adam verhinderten die Aufholjagd. Vellmar nahm nun hastigere Würfe, Körle/Guxhagen baute den Vorsprung inklusive Tor von Schlussmann Herbst weiter aus (57.). Am Ende stand für Vellmar eine nicht unverdiente 28:33-Niederlage. „Es ist brutal bitter, aber wir müssen dieses Spiel schnell abhaken. Das nächste Derby steht schon vor der Tür“, blickte Drönner voraus. Kommenden Samstag tritt der TSV bei Eintracht Baunatal an und hofft dann auf einen anderen Derbyausgang. (von Pascal Spindler aus HNA Kassel)

Der Spielball für das Derby gegen Körle wurde gestiftet von der SPD Vellmar. Übergeben wurde er vom Vorsitzenden des Ortsvereins, Walter Brück (rechts). Wir bedanken uns recht herzlich! (Foto: privat)

TSV: Gumula (5 P.), Scholler (7 P.) - Kanizaj, Perez 1, Eberhardt, Schopf, Adam, Badenheuer, Koch 1, Nacher Selma 7, Streckhardt 7/4, Braune 1, Manoljovic, Willrich 3, Drönner 8.