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TSV Vellmar gegen TV Petterweil 34:33 (16:19)

Mit viel Einsatz das Spiel gedreht - Regionalligist TSV Vellmar schlägt Spitzenteam TV Petterweil mit 34:33. Das waren schon zentnerschwere Lasten, die den Verantwortlichen der Regionalliga-Handballer des TSV Vellmar von den Herzen fielen. Seit dem 18. Januar wartete man auf einen doppelten Punktgewinn, mit dem knappen 34:33 (16:19)-Sieg über das Spitzenteam des TV Petterweil war es endlich wieder so weit. Damit ist der TSV zwar nicht gerettet, aber die Chancen sind auf jeden Fall mächtig aufgewertet. Zumal auch noch Eintracht Baunatal beim Abstiegskonkurrenten SG Bruchköbel gewann.

Mannschaft und Verantwortliche mussten in der mit 200 Zuschauern nicht so prall besetzten Großsporthalle aber erst durch ein Fegefeuer der Gefühle gehen, denn 45 Minuten lang sah der TV Petterweil wie der Sieger aus.

Die Südhessen führten in Vellmar schon 8:4 (10.), 19:15 (30.), 22:17 (35.) und 25:20 (40.). Bis dahin hatte die TSV-Abwehr im entscheidenden Moment wenig Zugriff auf die Petterweiler Angreifer. Und es trafen für die Gäste die, die immer treffen: Jonas Koffler, Martin Habenicht und Björn Pape.

Durchgesetzt: Vellmars Louis Badenheuer (Mitte), der insgesamt sechsmal für den TSV traf, gegen die Abwehr des TV Petterweil. (Archivfoto: Dirk Krug)

Petterweil profitierte bis dahin immer wieder von den nicht genutzten Chancen der Gastgeber und deren technischen Fehlern im Angriff. In der Abwehr fehlten die nötigen Absprachen, es wurde einfach zu wenig kommuniziert. Und Petterweil zeigte den Vellmarern immer wieder Grenzen auf.

Vellmar bemühte sich, steckte nicht auf und fand auf diesem Weg auch aus dem Dilemma. Eben hatte noch Torjäger Jonas Koffler das 27:22 (42.) für den TV Petterweil erzielt, da schlug der TSV Vellmar mächtig zurück. In Form von sechs Toren in Folge: Da machten die Gastgeber aus dem Rückstand eine 28:27-Führung (51.).

Und dieser Mini-Vorsprung setzte beim TSV Vellmar ungeahnte Kräfte frei. Die Abwehr schob jetzt schnell, griff früh an und nahm dem Petterweiler Spiel Schwung. Im Angriff spielte man überlegter aus und versenkte auch die Bälle, die vorher nichts eingebracht hatten.

Nach dem 28:27 kam Petterweil noch einmal auf 28:28 heran, danach führte aber nur noch der TSV Vellmar. Knapp zwar, aber es reichte letztlich, ob der Leistungssteigerung, zum nicht unverdienten Sieg. Ein passendes Geschenk für Abwehrrecke Andreu Perez Fernandez zum 30. Geburtstag.

„Jetzt sind wir erst einmal alle über diese zwei wichtigen Punkte froh. Da war schon mächtig Druck auf diesem Spiel“, sagte Spielertrainer Noah Streckhardt. „Wir haben etwas länger gebraucht, um so zu spielen, wie wir es uns vorgenommen hatten, aber dann hat alles zusammengepasst.“ Streckhardt monierte, dass anfangs die Spielzüge und Abwehraktionen nicht zu Ende gedacht wurden. Das sei dann nach der Halbzeit besser geworden und habe den TSV auf die Siegerstraße gebracht.

Der Spielball für dieses Match wurde gestiftet von der Firma Rinke aus Vellmar, Andreas Schmidt (links) übergab das glücksbringende Spielobjekt an Niklas Willrich, der sich stellvertretend für das Team bedankte. (Foto: TSV-Presseteam)

Am kommenden Samstag steht für den TSV Vellmar die ausgesprochen schwere Aufgabe beim Tabellenzweiten TSG Offenbach-Bürgel an.

TSV: Gumula, Scholler – Kanizaj 1, Eberhardt, Perez Fernandez 1, Schopf, Adam 4, Badenheuer 6, Koch 4, Nacher Selma 5, Streckhardt 7/4, Braune, Manojlovic, Willrich, Drönner 6