Vellmar verwandelt ersten Matchball - TSV schlägt Obernburg mit 35:23 und ist Klassenerhalt ganz nahe. Den ersten Matchball im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Regionalliga der Männer hat der TSV Vellmar sicher verwandelt. Mit 35:23 (21:11) schickten die Vellmarer den Tuspo Obernburg auf die Heimreise an den Main. Und machten Abteilungsleiter Martin Ziegener ein nachträgliches Geschenk zum Geburtstag.
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Damit steht der TSV Vellmar mit 14:36 Punkten auf dem zwölften Rang vor der SG Bruchköbel (12:37) und der bereits abgestiegenen HSG Wettenberg (7:43). Jetzt gilt es, am nächsten Wochenende am letzten Spieltag bei der SG Bruchköbel zu bestehen. Holt man einen Sieg oder spielt man remis, dann wäre der Klassenerhalt endgültig gesichert.

Der Spieler der Saison Noah Streckhardt (2. v. l.) mit dem Zweitplatzierten Christian Gumula (links), dem Drittplatzierten Freddy Drönner und Hallensprecher Jan Meyer (rechts). (Foto: TSV-Presseteam)
Der TSV Vellmar ließ vor gut 300 Zuschauern in der Großsporthalle von Beginn an erkennen, dass er gewillt war, diese Partie zu gewinnen. Zwar traf Arturo Nacher Selma zum Auftakt nur den Pfosten des gegnerischen Kastens, aber im Gegenzug blockte die dieses Mal starke Abwehr und Jonas Koch erzielte per Tempogegenstoß den Führungstreffer für die Gastgeber. Und Vellmar setzte nach, lag 5:2 (6.), 8:4 (11.) und 15:8 (21.) vorn.

Als Fan der Saison wurde Nadine Schopf aus Hofgeismar (Mitte) ausgelost, sie hatte mit zahlreichen anderen Fans ihren Favoriten Noah Streckhardt gewählt. Jeder erhielt einen Gutschein vom Waldhotel Schäferberg. Rechts: Hallensprecher Jan Meyer. (Foto: TSV-Presseteam)
Der Tuspo Obernburg, aufgrund von Verletzungen nur mit acht Feldspielern nach Nordhessen angereist, konnte nur bedingt reagieren. Vellmar ließ einfach kein druckvolles Spiel des Gegners zu. Kurz nach der Pause stand es 25:14, beim 32:19 (50.) war eigentlich klar, dass Vellmar diese Partie nicht mehr verlieren konnte.

Abschied 1: Julian Braune (Mitte) wechselt zu Eintracht Baunatal. Links: Hallensprecher Jan Meyer, rechts Matthias Henne (Sportlicher Leiter). (Foto: TSV-Presseteam)
Der TSV Vellmar war an diesem Tag klar die bessere Mannschaft. Die Nordhessen spielten Eins-gegen-eins stark, traten selbstbewusst auf, kämpften, zeigten ein gekonntes Umschaltspiel, machten im Angriff wenig Fehler und trafen im Abschluss gute Entscheidungen. Tore vom Kreis hatte man lange nicht mehr bei den Vellmarern gesehen.
Andreu Perez Fernandez organisierte die Abwehr hervorragend, Torwart Christina Gumula hatte mit seinen 16 Paraden bis zur 45. Minute wieder einen echten „Gumu-Tag“ und Tom Scholler stand ihm dann mit sieben Paraden nicht viel nach.

Abschied 2: Nebo Kanizaj (vorne) wurde vom Team gebührend aus der Heimspielhalle verabschiedet - er beendet seine Karriere. (Foto: TSV-Presseteam)
Ben Lücking, ob seiner Schulterverletzung beim TSV Vellmar seit Beginn der Saison schmerzhaft vermisst, hatte die Partie von der Tribüne aus gesehen. „Mit dieser Leistung bin ich hundertprozentig zufrieden, die Mannschaft hat im Angriff wenig Fehler gemacht und ist ein hohes Tempo gegangen“, so Lücking, der wohl zur Rückrunde der kommenden Saison wieder ins Geschehen eingreifen kann.

Nach dem Spiel wurden den Fans die Neuzugänge zur Saison 26/27 vorgestellt (v. l. n. r.): Trainer Sascha Heiligenstadt, Linksaußen Tim-Hendrik Bergmann und Rückraumspieler Tim Range. (Foto: TSV-Presseteam)
Spielball-Presenter:
„Wir haben fast alles, was wir uns vorgenommen hatten, auch umgesetzt und eine super Abwehr gespielt. Andreu gehört sicher zu den besten Abwehrspielern der Liga“, sagte Spielertrainer Noah Streckhardt, dem schon bewusst war, dass Obernburg nur mit einem schmalen Kader angereist war. „Im Angriff haben wir diszipliniert gespielt, die erste und zweite Welle haben hervorragend funktioniert“, so Noah Streckhardt. Der wurde nach der Partie als Vellmars Spieler der Saison geehrt. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

Schicke Flitzer aus dem Hause Hyundai hatte TSV-Partner BIBBIG Automobile aus Vellmar vor der Halle ausgestellt. (Foto: TSV-Presseteam)
TSV: Gumula, Scholler; Kanizaj 2, Perez Fernandez 1, Schopf 1, Adam 2, Badenheuer 4, Koch 5, Nacher Selma 3, Streckhardt 6/4, Brauen 2/1, Manojlovic 2, Willrich 2, Linke 1/1, Drönner 4


