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Vellmar kriegt die Kurve - TSV legt starken Endspurt hin

Die Saison 2025/2026 in der Handball-Regionalliga der Männer ist beendet. Meister wurde mit nur einer Niederlage die ESG Gensungen/Felsberg. Im Hinblick auf die Platzierung der beiden heimischen Teams mag sich so mancher in seiner Prognose geirrt haben. Dem GSV Eintracht Baunatal hatte man nach dem Abstieg aus der dritten Liga und einem erneuten personellen Umbruch eine Platzierung wie Rang sieben wohl gerade noch zugetraut. Auch angesichts der Tatsache, dass die Großenritter zwei Punkte wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls abgezogen bekamen. Andersherum hätte man den TSV Vellmar wohl eher weiter oben eingeordnet, auf keinen Fall aber mitten im Abstiegsstrudel.

Die Vellmarer haben in der Schlussphase der Saison gerade noch die Kurve bekommen. Lange Zeit sah es so aus, als müssten sie den Weg in die Oberliga antreten. Doch mit dem Sieg gegen Petterweil läutete man den Endspurt ein, und mit den Erfolgen gegen Obernburg und in Bruchköbel sicherte man sich den Klassenerhalt.

Musste im Winter gehen: Trainer Vladimir Djuric ... (Foto: Dirk Krug)

Der TSV Vellmar musste den Weggang von Finn Hujer verkraften, hatte aber in Noah Streckhardt einen exzellenten Regisseur bekommen.

Mitte Februar musste Vladimir Djuric als Trainer gehen und Streckhardt wurde Spielertrainer. Ihm zur Seite standen dann Lance-Phil Stumbaum als Co-Trainer und der frühere MT-Profi Tobias Reichmann als sportlicher Berater.

... dann übernahm als Spielertrainer: Noah Streckhardt. Beiden gilt der Dank für den Klassenerhalt am Ende der Spielzeit. (Foto: DIrk Krug)

Auf die Abwehr war in den letzten Jahren eigentlich immer Verlass. In der abgelaufenen Serie gab es viele Spiele, in denen die Deckung gut, aber nicht sehr gut stand. Die Entscheider des Gegners hatten zu viel freie Hand, wurden nicht energisch genug gestört.

Am Ende waren es die Willenskraft und der Teamzusammenhalt sowie das zurückgewonnene Selbstvertrauen, die dem TSV den Klassenerhslt gesichert haben! (Foto: TSV-Presseteam)

Im Angriff produzierte man viele Fehler, die die Gegner zu schnellen Toren nutzten. Das war der eigentliche Schwachpunkt im Spiel. Dazu ließ man Chancen liegen und fand zu oft keine guten Lösungen.

In den letzten Spielen und bei den drei wichtigen Siegen hatte sich der TSV Vellmar aber in Abwehr und Angriff stark verbessert. Es schien, als hätten einige Akteure jetzt erst ihren festen Platz im Team gefunden.

Neu an Bord in der Saison 2026/27: Trainer Sascha Heileigenstadt (links), Linksaußen Tim-Hendrik Bergmann (Mitte) und Halblinks Tim Range (rechts). (Foto. TSV-Presseteam)

In der nächsten Saison werden bis jetzt auf jeden Fall Nebojsa Kanizaj und Julian Braune fehlen, sie verlassen den TSV. Neu sind Trainer Sascha Heiligenstadt, Tim Range (Fuldatal/Wolfsanger) und Tim-Hendrik Bergmann (Bettenhausen). (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

Statistik: Torjäger: Noah Streckhardt 140 Tore in 24 Spielen; 5,83 Tore pro Spiel, Siebenmeter: Streckhardt 69 Tore/79 Versuche (Quote: 87,34 %)