Wenn eine Stunde nach Veranstaltungsbeginn schon rund 150 Menschen in Viererreihen vor der Bühne sitzen und sich von der Band „Fetzngaudi“ mit Stimmungsmusik zum Rudern animieren lassen, dann kann die Stimmung beim Oktoberfest in der Vellmarer Mehrzweckhalle nicht so schlecht sein.

Und das war sie auch nicht, denn sie hielt stundenlang bis zum späten Abend an. An langen Tischreihen im Saal, auf der Tanzfläche und im Foyer vergnügten sich rund 400 Besucher, die Mehrzahl davon erschien zünftig in bayrischer Tracht. Die Band verstand es hervorragend, gute Laune zu verbreiten, zum Mitsingen zu animieren und die Stimmung auf Touren zu halten.

Begeisterte Besucher in feschen Dirndln (wie hier) oder in Lederhosen – das Vellmarer Oktoberfest zog jung und alt gleichermaßen an … (Foto: Ralf Labuhn) 

Neben Oktoberfest-Hits erklangen Oldies, die jeder kannte und bekannte Schlager zum Mittanzen. Die große freie Fläche vor der Bühne wurde ständig in Beschlag genommen, ob zum Discofoxtanzen, oder auch mal zu einem Schuhplattler, der aber in nordhessischen Breitengraden noch seine guten Solisten vermissen lässt – egal, Hauptsache man hatte seinen Spaß dabei.

Viele Damen in bunten Dirndl waren zu sehen, wobei der Knoten, der anzeigt, ob man Single oder verheiratet ist, nicht immer auf der richtigen Seite gebunden war, aber auch das spielte keine große Rolle – man wollte feiern und Gaudi haben. Die einzigen „Ruhephasen“ kamen dann auf, wenn sich die Band einmal nach ihrem Dauereinsatz eine kleine Gesangspause gönnte. Die wurde überbrückt mit Schunkelmusik, was dazu führte, dass die Dauersitzer jetzt herausgefordert wurden. Die mussten aktiv werden, ob sie nun wollten oder nicht, denn schunkelfreudige Gäste saßen an jedem Tisch, hakten sich beim Tischnachbarn ein und los ging die Schunkelei.

Auch die TSV-Frauen und die Zweite feierten kräftig mit und hatten mächtig Spaß. (Foto: privat) 

Das Wiesn-Bier in Maßkrügen, aber auch eine Nummer kleiner erhältlich, floss in Strömen und die kleinen Schnäpse, die man vor dem Öffnen auf den Tisch klopfen muss, kamen nicht einzeln, sondern gleich im Karton auf den Tisch und waren schnell wieder geleert. Im Foyer der Mehrzweckhalle wurden für die Hungrigen Leberkässemmel heißgemacht. Und Brezen wie auf der Wiesn gab es natürlich auch. Bemerkenswert war, dass das Oktoberfest nicht nur junge Leute anzog, sondern auch die mittlere und ältere Generation stark vertreten waren und kräftig mitfeierten. (von Lutz Herzog aus HNA Kassel)

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