Vellmarer Niederlage trotz Djuric-Einstand: TSV unterliegt im Heimspiel gegen Wettenberg 25:28. Es wurde wieder nichts mit einem Sieg – oder wenigstens einem Punkt für den TSV Vellmar, obwohl der Aufsteiger erneut nah dran war. Die HSG Wettenberg gewann in der Großsporthalle vor 350 Zuschauern mit 28:25 (14:13). Die Vellmarer stehen damit weiterhin sieglos am Tabellenende der Handball-Oberliga. Und am nächsten Samstag geht die Reise zum Tabellenzweiten ESG Gensungen/Felsberg

Lange Zeit sah es in Vellmar so aus, als könnte sich der Aufsteiger für seinen unermüdlichen Einsatz endlich einmal belohnen. Nach einer Viertelstunde führte der TSV 8:5 – das hatte es bisher in noch keinem Spiel gegeben – und hatte auf fast alles, was die HSG Wettenberg unternahm, die richtige Antwort. Auch beim 10:10 (25.) schien noch alles in bester Ordnung. Es waren dann wieder kleine, individuelle Fehler, die Wettenberg den Weg zur ersten Führung im Spiel ebneten.

Trotz einer starken Leistung zum Einstand konnte Vladimir Djuric (rechts) mit dem TSV nicht die erhofften ersten Pluspunkte einfahren. (Foto: Katrin Sucker) 

Zwar blieben die Vellmar vorerst noch dran, aber Wettenberg bestrafte jeden auch noch so kleinen Fauxpas postwendend. Selbst bei der 24:23-Führung der Gäste (53.) bestand noch Hoffnung. Aber Wettenberg ließ sich nicht mehr aus dem Konzept bringen und Vellmar machte eben seine bekannten Fehler.

Der TSV Vellmar schafft es einfach nicht, sich einen ausreichenden Vorsprung zu erarbeiten, um sich auch mal Fehler erlauben zu können. Die Mannschaft haut sich rein, kämpft unermüdlich und bringt sich dann eben doch immer noch selbst um den Lohn.  Und dass, obwohl man mit dem Ex-Wanfrieder Vladimir Djuric eine echte Verstärkung auf der Platte hatte. Der TSV hatte den Serben mit einem Arbeitsvertrag bis zum 30. Juni 2020 ausgestattet. Damit war er quasi Vertragsspieler und ab dem 30. Oktober für den Oberligisten spielberechtigt.

 

Erfolgreichster TSV-Werfer war Max Staubesand (links) – er erzielte sieben Treffer für sein Team. (Foto: Katrin Sucker)

„Ich bin mit meiner Leistung grundsätzlich zufrieden“, sagte „Vladi“, nach dem Spiel. „Wenn ich auch mit einer Niederlage nie zufrieden sein kann. Ich glaube aber, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir müssen nur weniger Fehler machen.“

 

Den Spielball für das Match gegen Wettenberg stifteten die TSV-Fans Waltraud und Ewald Pipper aus Vellmar – Co-Trainer Abraham Rochel bedankte sich vor dem Spiel bei Waltraud. (Foto: Katrin Sucker)

TSV-Trainer Gordon Hauer lobte das Umschaltspiel der Mannschaft, „das hat schon wesentlich besser als zuletzt geklappt“, sagte er. „Wir müssen von den einfachen Toren noch mehr reinmachen“, befand der TSV-Coach, der zudem bemängelte, dass die TSV-Abwehr in manchen Phasen zu passiv war. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

TSV: Herwig, Gumula; Räbiger 3/1, Staubesand 7, Hujer 2, Djuric 4, Stumbaum 4/2, Vukadinovic 3, Koch, Lanatowitz, Berninger, Willrich 2, Petrovszki, Drönner.

Wichtiger Hinweis: wer sich noch zur "Sponsorenfahrt ins Blaue" zum Derby bei der ESG Gensungen / Felsberg (9.11., 12 Uhr ab Vellmar) anmelden möchte, meldet sich bitte dringend bei Petra Weber Tel.: 0173/8860607)