Die guten Phasen reichen nicht - Vellmar unterliegt Bruchköbel 24:30. Die Heimpremiere für den TSV Vellmar nach der Rückkehr in die Handball- Oberliga ging verloren. Zu stark präsentierte sich der Drittliga-Absteiger SG Bruchköbel vor 350 Zuschauern in der Vellmarer Großsporthalle, die Südhessen gewannen 30:24 (14:7).

Was der TSV Vellmar mit auf die Habenseite buchen kann, ist, dass die Mannschaft unermüdlich rackerte und kämpfte und nie aufgab. Das ist auch ein Privileg vor allem der jungen Spieler, sie brennen 60 Minuten lang. Es hatte auch zur Folge, dass es Phasen im Spiel gab, in denen die Vellmarer mächtig Paroli boten und zum Beispiel in der 43. Minute bis auf 16:19 herankamen. In den Spielabschnitten, in denen Vellmar mithielt, ging der TSV im Angriff richtig in die Tiefe und in der Abwehr packten die Gastgeber mit notwendiger Aggressivität zu. Daran muss die Mannschaft anknüpfen.

 

Lance-Phil Stumbaum (links) zeigte gegen Bruchköbel eine starke Leistung und knüpfte direkt an ehemalige Oberligazeiten an. (Foto: Katrin Sucker)

In der Anfangsphase des Spiels sah es überhaupt nicht danach aus, dass der TSV mit einem blauen Auge davonkommen könnte. Mit 4:0 (8.) und 8:3 (14.) führte die SG Bruchköbel. Das lag hauptsächlich daran, dass die TSV-Abwehr nicht beherzt genug störte. Da müssen die Vellmarer auch das Risiko des Freiwurfs für den Gegner, die Gelbe Karte oder gar eine Zweiminutenstrafe riskieren. Von denen kassierten die Hausherren ohnehin elf. Im Prinzip deswegen, weil man den Gegner nicht im Kollektiv störte, sondern in Einzelaktionen, und die wurden von den Unparteiischen bestraft.

Der Heimspielauftakt wurde präsentiert von Bibbig Automobile aus Vellmar. Hinten rechts Torpen Bibbig mit Max Staubesand und TSV-Manager Martin Ziegener (vorne) vor dem schnittigen Hyundai KONA Elektro. (Foto: TSV-Presseteam) 

„Wir haben wieder zu viele technische Fehler gemacht“, bemängelte TSV-Trainer Gordon Hauer. „Aber wir hatten auch richtig gute Phasen, auf die müssen wir aufbauen.“ Loben wollte Hauer an diesem Tag besonders Max Staubesand, Jonas Koch und Torhüter Martin Herwig. Der war in der 19. Minute für Christian Gumula gekommen und zeichnete sich durch 14 Paraden aus. Martin Herwig, der vor der Saison aus Gensungen nach Vellmar gewechselt war, sah im Spiel gegen Bruchköbel eine große Steigerung gegenüber der Partie in Obernburg (16:26). „Wir haben heute wirkliche gute Phasen gehabt, wir machen nur noch zu viele technische Fehler“, sagte Herwig.

 

Den Spielball zum Heimspiel gegen die SG Bruchköbel stiftete Ursula Platowitsch (rechts) vom Taxenbetrieb Platowitsch aus Vellmar. Jonas Koch bedankte sich für das Team. (Foto: Jan Meyer)

Am nächsten Sonntag hat der TSV gleich das nächste Heimspiel, dann stellt sich um 18 Uhr der Tabellensiebten TuS Dotzheim vor. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

TSV: Herwig, Gumula; Räbiger, Staubesand 3, Hujer 2, Stumbaum 7/3, Heckmann 1, Vukadinovic 3, Lanatowitz, Koch 4, J. M. Berninger 1, Willrich 3, Petrovszki, Drönner

SR: Mäkitalo/Schäfer (Glashütten/Wiesbaden) -  Siebenmeter: 3/5 - 7/9. - Zweiminutenstrafen: 11 - 8