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Vellmar bietet dem Favoriten Kleenheim/Langgöns lange Paroli. Der TSV Vellmar unterlag gegen den haushohen Favoriten HSG Kleenheim/Langgöns in der Handball-Oberliga nur knapp 23:25 (9:12). Es war die fünfte Niederlage in Serie, und dennoch ist der TSV jetzt in der Oberliga angekommen.

Mehr Beifall als die Vellmarer nach der Niederlage bekamen, kann es von den Rängen selbst bei einem Sieg kaum geben. Die Zuschauer in der Vellmarer Großsporthalle honorierten den hohen Einsatz einer Mannschaft, die fast den Favoriten vom Sockel gestoßen hätte. Den Schneid hatten sie den bisher ungeschlagenen Gästen in vielen Szenen auf jeden Fall schon abgekauft. Lautstark hatten die Zuschauer nach knapp 50 Minuten Spielzeit den Ausgleich gefordert. Und er gelang dem TSV sogar zweimal – beim 19:19 und beim 20:20. Gleichstand – das hatte es in dieser Saison für den Aufsteiger aus Nordhessen noch nicht einmal gegeben.

Starke Leistung: Frederik Drönner traf gegen den Favoriten sieben Mal … (Foto: Jan Meyer) 

Aber es waren unterm Strich erneut die eigenen Fehler, mit denen Vellmar den Gästen aus Mittelhessen den Weg zum Sieg ebnete. Es waren die vergebenen Chancen, die Ballverluste und die technischen Fehler im Angriff. Obwohl die Gastgeber diese Unzulänglichkeiten schon erheblich reduziert hatten. In der Abwehr zeigte der TSV in den vergangenen Spielen durchaus schon etwas, das Oberligareife hatte. Gegen Kleenheim/Langgöns legten die Hausherren noch einen Zahn zu und sahen eigentlich nur noch bei Distanzwürfen schlecht aus. Dazu kommen mit Martin Herwig und Christian Gumula zwei Torhüter, die Meister ihres Fachs sind.

Je einen Spielball für die Heimspiele der Männer und Frauen stifteten Renate (rechts) und Edmund Stohl aus Kassel - Selina Schneider (TSV-Frauen) bedankte sich herzlich für die Teams. (Foto: Katrin Sucker)

Auch im Angriff zeigten sich die Vellmarer stark verbessert. Sie gingen gegen die Mittelhessen schon viel mehr auf die Nahtstellen, suchten den Kontakt mit dem Gegner und trafen aus Situationen, in denen sie zuletzt nie erfolgreich waren. Und das gegen eine Abwehr, die nicht zimperlich zu Werke ging. Und eigentlich Glück hatte, dass sie nur eine Zweiminutenstrafe im gesamten Spiel kassierte. „Das war heute eine absolute Teamleistung, auf dem Feld und auf der Bank. Die Mannschaft hat 60 Minuten aufopfernd gekämpft“, sagte TSV-Trainer Gordon Hauer nach dem Spiel. „Allerdings machen wir immer noch unsere Fehler.“

Jetzt hat Vellmar wegen einer Verlegung ein Spiel Pause und hat dann am 3. November Wettenberg zu Gast. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

TSV: Herwig, Gumula; Räbiger 3, Staubesand 1, Hujer 1, Stumbaum 5/4, Heckmann, Koch 5, Lanatowitz, J. M. Berninger, Willrich 1, Petrovszki, Drönner 7