Schwächephase bestraft - Frauen der TG Rotenburg verlieren. Die Landesliga- Handballerinnen der TG Rotenburg mussten sich zum Saisonstart geschlagen geben. Sie unterlagen beim TSV Vellmar 20:29 (12:14). Gestützt auf eine stabile Abwehr und die starke Melina Bock im Tor ein klarer TSV-Sieg.

„Wir haben eine sehr, sehr gute erste Halbzeit gespielt. Der Rückstand zur Pause war gar nicht nötig“, sagte Sebastian Jaschinski, der neue Trainer der TGR-Frauen. Er durfte sich in der 33. Minute noch über Anette Luskys Ausgleich zum 14:14 freuen. „Bis dahin hatte ich das Gefühl, dass unser Gegner ganz schön ins Schwimmen geraten ist“, sagte der Coach, der viel Positives zu sehen bekommen hatte im ersten Teil des Spiels. Rückkehrerin Marina Denk hat als Regisseurin einen starken Eindruck hinterlassen. „Das hat mir sehr gut gefallen“, lobte Jaschinski. Im Rückraum war Anette Lusky ein ständiger Gefahrenherd. Sechsmal traf sie. Noch ein Tor mehr hatte Kreisläuferin Inken Niebuhr am Ende zu Buche stehen. Sie hat sich nicht nur vorne gut in Szene gesetzt und die Vellmarer Abwehr beschäftigt, sondern auch gemeinsam mit Elisabeth Pippert die Deckung zusammengehalten. Im ersten Durchgang, als sich die Defensive noch sattelfest präsentierte, glänzte auch Torfrau Laura Weidemann.

Selina Schneider (Mitte) wusste nicht nur wegen ihrer sieben Tore zu gefallen. (Foto: Katrin Sucker) 

Kurz nach dem Seitenwechsel durfte Neuzugang Tetiana Chorniavska in den TGR-Kasten. Es sollte keine dankbare Aufgabe werden. „Denn jetzt wurde es bei uns ein bisschen schludrig“, sagte Sebastian Jaschinski, „wir haben zu viele technische Fehler gemacht, zu hektisch gespielt und nicht gut abgeschlossen. Und alle Fehler hat Vellmar mit Gegenstößen ganz konsequent bestraft.“ Von 14:14 (33.) zog der favorisierte TSV mit neun Treffern in Folge bis zur 48. Minute auf 23:14 davon - eine desaströse Viertelstunde. „Ich habe in dieser Phase beide Auszeiten genommen, konnte damit aber den Lauf des Gegners nicht stoppen“, berichtete der TGR-Coach. Da zeigten die Vellmarerinnen ihre Qualität. „Wir müssen jetzt daran arbeiten, dass wir unser gutes Spiel länger durchhalten“, sagte Sebastian Jaschinski. Er weiß aber, dass nicht alle Gegner vom Kaliber des TSV sein werden. (von Thomas Walger aus Rotenburg Bebraer Allgemeine)

 

Danke an die Sponsoren von der Firma Stefan Jelenic Gartengestaltung aus Vellmar von den glücklichen TSV-Frauen Julia Eckel, Melina Bock und Lisa Sringer. (Foto: Katrin Sucker)

TSV: Stern, Bock - Scherer 7/4, Griesmeier, Homburg 5, Steiner 3, Schmalz 1, Deichmann 1, La. Springer 1, Li. Springer 2, Rull 1, Schneider 7, Geßner 1

TGR: Weidemann, Chorniavska, Bähr - Horn, Rollmann, Drewer, Denk, Lusky (6), Hollstein (2), Mäusgeier, Pippert, Niebuhr (7), Makarova (2), Kresel (3/2)