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Gumula hält den Punkt fest - TSV Vellmar spielt gegen Bruchköbel 31:31. Das war nichts für schwache Nerven. Mit 31:31 (13:16) trennten sich die Oberliga-Handballer des TSV Vellmar von der SG Bruchköbel. Und besonders die Schlussphase verlangte den rund 200 Zuschauern in der Großsporthalle einiges an starken Nerven ab.

Gut vier Minuten vor Spielende führte der TSV Vellmar, der ohne den verletzten Vladimir Djuric spielen musste, gegen die Gäste aus dem Main-Kinzig-Kreis mit 30:28, doch die verkürzten auf 30:29 (54:55). Dann leistete sich Vellmar einen Ballverlust im Angriff und Bruchköbel glich zum 30:30 aus. Danach pfiffen die beiden Unparteiischen Janine Tafferner und Tanja Tröller Stürmerfoul gegen Vellmar und Bruchköbel erzielte im Gegenzug das 31:30 (57:49). Simon Adam (58:20) verwandelte aber seinen Siebenmeter zum 31:31. Bruchköbel (59:01) verlor den Ball an den TSV, dann Auszeit Vellmar (59:14).

Max Staubesand setzt sich hier energisch gegen die Bruchköbeler Deckung durch. (Foto: Katrin Sucker)

Die Hausherren versuchten in den letzten Sekunden einen langen Angriff vorzubereiten, übersahen aber das von den Schiedsrichterinnen angezeigte passive Spiel, Abpfiff, Freiwurf Bruchköbel und gleich danach Auszeit der Gäste (59:39). Die letzten Sekunden laufen, Simon Adam fordert energisch die Zuschauer zum Anfeuern an, Bruchköbels Maximilian Wolff zieht ab, Christian Gumula pariert mit seiner zwölften Parade den Ball und hält den Punkt fest.

Daniel Brückmann und dahinter Jonas Koch lauern auf das Zuspiel am Kreis ... (Foto: Katrin Sucker)

Nach dem Spiel stellt sich die Frage, ob der TSV Vellmar einen Punkt gewonnen oder einen Punkt verloren hat. Geht man davon aus, dass von der achten bis zu 38. Minute immer nur die SG Bruchköbel immer geführt hat, wäre es sicher ein Punktgewinn. Nimmt man aber die Tatsache, dass der TSV Vellmar ab der 46. bis zur 50. Minute dreimal mit drei Toren vorn lag, ist es ein verlorener Punkt. Da hätte man den Sack zu machen müssen, ließ aber gute Chancen liegen und baute Bruchköbel unnötig wieder auf.

„Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt und viele Chancen nicht genutzt“, sagte TSV-Trainer Abraham Rochel. Mit dem Spiel nach der Pause war der Spanier dann schon eher zufrieden, auch wenn er der einen oder anderen Einwurfmöglichkeit nachtrauerte.

Jetzt steht für Vellmar am Samstag das schwere Auswärtsspiel in Pohlheim an. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

TSV: Herwig, Gumula; Räbiger, Hoffmann, Staubesand 2, Hujer 5, Brückmann 1, Stumbaum 5, Adam 13/5, Koch, J.M. Berninger, T.J. Berninger, Willrich 2, Drönner 3