In Pohlheim chancenlos - Oberligist Vellmar verliert in Mittelhessen 19:28. Eine 19:28 (10:16)-Niederlage musste Handball-Oberligist TSV Vellmar beim Titelanwärter HSG Pohlheim quittieren und steht jetzt mit 3:5 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz der Gruppe Nord.

Die Vellmarer waren nur mit einem Minikader nach Mittelhessen angereist. Da Niklas Willrich (krank) und Simon Adam (Schiedsrichtereinsatz) ausfielen, war Vladimir Djuric trotzt Oberschenkelzerrung mitgefahren. Doch sein Einsatz dauerte nur knapp fünf Minuten, dann saß er wieder auf der Bank. So hatte Trainer Abraham Rochel neben den beiden Torleuten nur neun Feldspieler zur Verfügung. Zudem waren Max Staubesand und Tim Räbiger immer noch leicht angeschlagen.

16 Paraden - tolle Leistung - gereicht hat es aber nicht für TSV-Keeper Christian Gumula und sein Team. (Foto: Dirk Krug)

„Wir haben in der Abwehr gar nicht so schlecht gespielt, aber irgendwann lässt auch die Kraft etwas nach, wenn man keine optimalen Wechselmöglichkeiten hat“, sagte Trainer Abraham Rochel. Im Positionsangriff habe man Probleme mit der starken Abwehr der Pohlheimer gehabt. Aber auch hier waren die Möglichkeiten durch den kleinen Kader stark eingeschränkt. „Alle Spieler haben bis zum Umfallen gekämpft, aber Pohlheim ist eben doch eine Klasse für sich“, sagt Rochel. Ein Sonderlob sprach der Vellmarer Trainer für Torhüter Christian Gumula aus. Der habe sehr stark gespielt und mit 16 Paraden Schlimmeres verhindert.

Sechs Tore von Max Staubesand reichten nicht zur Überraschung in Pohlheim. (Foto: Dirk Krug)

Dem TSV Vellmar fehlten an diesem Tag eindeutig die schnellen Angriffe nach vorn. Aber Pohlheim spielte im Angriff sicher und konsequent, sodass die Gäste nur wenig zu Kontermöglichkeiten aus der Abwehr kamen. Die HSG Pohlheim führte nach einer Viertelstunde schon mit 9:2, vorausgegangen waren in den ersten Minuten Wurffehler der Vellmarer. Nach 50 Minuten stand es gar 27:14 für die Mittelhessen, die dann aber nur noch einen Treffer verbuchten, Vellmar aber deren fünf erzielte.

Jetzt hat der TSV Vellmar eine Pause bis zum 5. Dezember, dann steht um 17 Uhr das Derby bei der MT Melsungen II an. Bis dahin hofft Abraham Rochel, dass sich die Verletzten und Kranken zurückmelden. „Die Spieler haben am kommenden Wochenende drei Tage frei, damit abschalten und sich erholen können“, sagt der TSV-Coach. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

TSV: Herwig, Gumula; Räbiger 2/2, Staubesand 6, Hujer 5, Brückmann, Djuric, Stumbaum, Koch, J.M. Berninger 1, T.J. Berninger, Drönner 5