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Vellmar erkämpft Punkt - Oberligist TSV spielt gegen Tabellenführer Obernburg 26:26. Das war nichts für schwache Nerven. In der Oberliga-Aufstiegsrunde lag die Sensation in der Luft, aber nach 60 Minuten mussten sich die Handballer des TSV Vellmar mit einem 26:26 (16:12) gegen den TuSpo Obernburg zufriedengeben.

Ein verlorener oder ein gewonnener Punkt? Angesichts der Tatsache, dass Vellmar kurz nach der Pause mit 18:13 führte und das Spiel eigentlich im Griff hatte – ein verlorener Punkt. Fünf unkonzentrierte Minuten im Angriff brachten Obernburg wieder zurück ins Spiel.

 

Eine tadellose kämpferische Leistung war dem TSV-Team im Heimspiel gegen Tabellenführer Obernburg zu attestieren. (Foto: Dirk Krug)

Da sich mit den Bayern aber einer der Favoriten auf Titel und Aufstieg vorstellte – ein gewonnener Punkt. Und vor allem auch, wenn man die Schlussphase des Spiels nimmt. Obernburg übernahm beim 23:22 (50.) erstmals die Führung, beim 24:24 hatte Vellmar ausgeglichen (53.). Dann führte Obernburg beim 25:24 (56.) und 26:25 (59:02). Doch Vellmar steckte nicht auf und Simon Adam gelang der hochverdiente Ausgleich. Also doch ein gewonnener Punkt. Zumal der TSV ab der 57. Minute auch noch zwei Minuten in doppelter Unterzahl war.

Spielentscheidend: TSV-Keeper Martin Herwig wehrte in der Schlussphase einen Siebenmeter von TUSPO-Mastermind André Göpfert (links) ab und hielt sein Team damit im Rennen. Zudem erzielte er selber einen Treffer auf dem Weg zum Punktgewinn. (Foto: Dirk Krug)

Das sah auch Vellmars Torwart Martin Herwig so, der sagte: „Definitiv ein gewonnener Punkt, wir haben gezeigt, dass wir jeden in der Liga ärgern können.“ Herwig hatte 15 Paraden zu verzeichnen und hielt den TSV gerade in den kritischen Phasen im Spiel. Einig war sich Herwig mit seiner Aussage mit Trainer Abraham Rochel. Der sprach ebenfalls von einem gewonnenen Zähler. Aber Rochel sagte auch: „Eigentlich ist es ein Punkt zu wenig, das hätten zwei sein müssen. Wir haben 50 Minuten lang das Spiel bestimmt und eine starke Abwehr gespielt.“

Vellmar hatte selbstbewusst und furios begonnen, führte zwischenzeitlich mehrmals mit drei Toren Vorsprung. Immer wieder entschärfte der TSV in der Abwehr die Würfe der Obernburger und im Tor zeigte sich Herwig, dem in der zweiten Halbzeit sogar ein Treffer ins leere Obernburger Tor gelang, von seiner besten Seite. Auch nach der Pause war es nicht der Favorit vom Main, der dem Spiel seinen Stempel aufdrückte, sondern Vellmar. Doch irgendwann schlichen sich wieder die technischen Fehler ein, die dem Gegner zu Toren verhalfen. Der TSV kam dazu mit der kurzen Deckung für Finn Hujer nur schlecht zurecht und beging den Fehler, Obernburgs Keeper Sandro Friedrich „warm zu werfen“. Niklas Willrich verletzte sich beim Treffer zum 25:25, als er nach dem Wurf auf das linke Knie knallte. Bleibt abzuwarten, wie schwer die Verletzung ist. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

Den Spielball zum Auftaktspiel in der Oberliga-Meisterschaftsrunde stifteten die treuen TSV-Fans Ewald und Waltraud Pipper (links) aus Vellmar, Tom Scholler bedankte sich für das Team. (Foto. Dirk Krug)

Das Spiel im Foto-Zeitraffer von Dirk Krug ...

TSV: Herwig 1, Scholler; Räbiger, Staubesand 3, Hujer 6, Brückmann, Djuric 3, Stumbaum 5/1, Adam 4/1, Koch, J. M. Berninger (Rot 57.) 2, T. J. Berninger, Willrich 1, Drönner 1.