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Knapper Vellmarer Sieg / Handball-Oberligist TSV schlägt den TuS Dotzheim. Der TSV Vellmar bleibt in der Aufstiegsrunde der Handball-Oberliga zuhause ungeschlagen. Dem 26:26 gegen Obernburg folgte nun ein 31:30 (15:14)-Sieg über den TuS Dotzheim. Und das obwohl so bewährte Kräfte wie Christian Gumula, Frederik Drönner und Niklas Willrich verzichten mussten.

„Natürlich bin ich zufrieden, wir haben uns die zwei Punkte verdient erarbeitet“, sagte TSV-Trainer Abraham Rochel nach der Partie. In der Halbzeitpause habe man die Fehler der ersten Spielhälfte angesprochen und die Deckungsarbeit korrigiert. „In der zweiten Halbzeit haben wir in der Abwehr wirklich gut gestanden. Und Tom Scholler hat einen guten Job gemacht“ so Rochel weiter. Der Torhüter war ab der 40. Minute für Martin Herwig gekommen und zeichnete sich mehrfach aus. Herwig hatte bis dahin zehn Paraden auf dem Konto.

 

Einen richtig guten Lauf hatte Max Staubesand (vorne) gegen Dotzheim. Seine sieben Tore waren der Grundstock für den verdienten Heimsieg. (Foto: Dirk Krug)

Und Tom Scholler strahlte natürlich nach dem Sieg. „Das fühlt sich richtig geil an“, sagte der 21-Jährige. „Wir sind in beide Halbzeiten zu verhalten gestartet, aber dann doch noch gut reingekommen. Die Abwehr hat in der zweiten Halbzeit echt stark im Verbund gestanden.“

Die ersten Minuten der Partie hatten den Gästen aus Wiesbaden gehört. Die waren, bedingt durch lange geplante Urlaube und Verletzung, nur mit einem Minikader angereist. Für Trainer Hans-Josef Embs coachte Maximilian Schubert als Spielertrainer. Dazu hatten die Dotzheimer noch einen Torhüter und sieben Feldspieler. Dotzheim führte knapp, erst beim 8:7 (16.) änderte sich das Bild. Vellmar lag meist mit einem Tor vorn, vergab aber zu viele Möglichkeiten und die Gäste blieben auf Augenhöhe. So stand es zur Halbzeit 15:14 für die Gastgeber.

 

Auch Tom Scholler wusste uneingeschränkt zu überzeugen, als er in der 2. Halbzeit Spielpraxis bekam - er knüpfte nahtlos an die tadellose Torwartleistung von Martin Herwig an. (Foto: Dirk Krug)

Nach der Pause erst einmal das gleiche Bild. Vellmar legte einen oder zwei Treffer vor, versiebte wieder einge Chancen und Dotzheim konterte. Beim 28:23 (53.) schien dann endlich alles geregelt, doch die Wiesbadener kamen bis auf 28:26 (54.) heran. Und wieder ging Vellmar mit fünf Toren in Vorlage: 31:26 (58.), und wieder konterten die Gäste, die mit offener Manndeckung Vellmar in Enge trieben. Es waren noch zwanzig Sekunden zu spielen, als Chris Grundmann das 30:31 für Dotzheim erzielte.

Vellmar hatte dann Glück, dass das Spiel durch die zwei Minutenstrafe für den Dotzheimer Marco Becker (59:57) unterbrochen wurde. Auf den Wiederanpfiff folgte kurz darauf die erlösende Schlusssirene. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

TSV: Herwig, Scholler; Räbiger, Hoffmann, Staubesand 7, Hujer 5, Brückmann, Djuric 5, Stumbaum 5, Adam 4, Koch 4, J. M. Berninger 1, T. J. Berninger, Hickl.