Vellmar geht die Kraft aus - Oberligist verliert beim Tuspo Obernburg 26:34. Der Start konnte sich sehen lassen. In der 22. Minute stand es noch 9:9. In der Handball-Oberliga musste der personell gebeutelte TSV Vellmar eine (erwartete) 26:34 (12:14)-Niederlage beim Tuspo Obernburg hinnehmen und rangiert damit drei Spiele vor Saisonende weiter auf dem letzten Platz in der Aufstiegsrunde.

Dabei hatte gerade der starke Beginn bei den Mainfranken Hoffnung beim TSV Vellmar geweckt. „Mit meiner Mannschaft bin ich sehr zufrieden, wenn ich das Ergebnis und unsere personelle Situation sehe“, sagte nach dem Spiel Trainer Abraham Rochel. Mit Niklas Willrich, Freddy Drönner und Simon Adam fehlten dem Trainer gleich drei oberligarelevante Akteure. „Der Tank ist leer. Ohne Rotation in der Mannschaft können wir kaum über 60 Minuten gegen eine Mannschaft wie Obernburg mithalten“, gab sich Rochel realistisch. Dabei hatte die Vellmarer 6:0-Deckung fast die ganze erste Halbzeit immer wieder eine gute Leistung gebracht. Dann allerdings ging den Vellmarern zunehmend die Kraft aus und technische Fehler schlichen sich ein.

 

Starke leistung: Finn Hujer, hier im Klammergriff der Obernburger Deckung (Szene aus dem Hinspiel). (Foto: Dirk Krug)

Eine besonders starke Leistung zeigten dennoch über das ganze Spiel Finn Hujer und Lance-Phil Stumbaum, die zusammen für 17 TSV-Tore sorgten. Tom Scholler ersetzte zudem in der 40. Minute Martin Herwig im Tor und kam so genauso zur dringend benötigten Spielroutine wie Tjark Hoffmann und Leon Reimer.

Alle drei möchte Rochel auch künftig stärker in die Mannschaft integrieren, verweist aber dabei auch auf ein drängendes Problem, dass in Vellmar dringend gelöst werden muss: „Willrich und Drönner werden wohl wegen komplizierter Operationen nach der Saison für bis zu acht Monate ausfallen. Um künftig in der Oberliga mithalten zu können, werden wir uns nach Verstärkung umschauen müssen.“ (von Martin Scholz aus HNA Kassel)

TSV: Herwig (1. - 40.), Scholler (40. - 60.) – Tim Räbiger,Reimer, Hoffmann 1, Staubesand 2, Hujer 7, Brückmann, Djuric 2, Stumbaum 10/6, Koch, Jan Magnus Berninger 2, Tim Jonas Berninger 2