Featured

TSV Vellmar gegen HSG Kleenheim / Langgöns 30:27 (18:12)

Erst furios, dann mit viel Wille - TSV Vellmar gewinnt 30:27 gegen Kleenheim/Langgöns. Die ersten Punkte sind eingefahren. Handball-Oberligist TSV Vellmar hat seinen Negativlauf zu Saisonbeginn beendet, gegen die HSG Kleenheim/Langgöns den ersten Sieg im dritten Spiel gefeiert. 30:27 (18:12) stand es am Ende für die Mannschaft von TSV-Trainer Abraham Rochel, der vor der Partie noch sagte, dass er nach den beiden Auftaktniederlagen nun eine deutliche Reaktion erwarten würde.

Und die zeigte Rochels Mannschaft dann auch. Vellmar war gegen die Gäste aus Mittelhessen von Anfang an spielbestimmend. Frederik Drönner erzielte die ersten drei Treffer für seine Mannschaft, die nach vier Minuten 3:1 führte. Der TSV hatte viel Zug in seinem Spiel, machte Tempo. Kleenheim/Langgöns hingegen konzentrierte sich vor allem auf die Defensive, war in der Anfangsphase nur selten gefährlich. Behielten die Gäste den Ball mal etwas länger in den eigenen Reihen, waren die Abschlüsse oft zu unpräzise, flogen entweder neben das gegnerische Tor oder TSV-Schlussmann Christian Gumula parierte.

Erfolgreiches Comeback: Christian Gumula war gegen Kleenheim ein wichtiger Rückhalt im TSV-Spiel. (Foto: Dirk Krug)

In der Folge war es vor allem der Vellmarer Jakob König, der aufdrehte. Fünf Tore warf er allein im ersten Durchgang. Lief dann doch mal nicht alles nach Plan, musste eben eine Willensleistung her, wie bei Finn Hujers Treffer zum 9:5, als sich der Vellmarer gegen zwei Gegenspieler durchtankte und den Ball in die Maschen warf. Vellmar zog zwischenzeitlich mit sieben Toren davon, ging mit einem 18:12 in die Pause. Alles im Griff also?

Bestens in Form: TSV-Neuzugang Jakob König (rechts) traf gegen Kleenheim gleich sieben Mal. (Foto: Dirk Krug)

Mitnichten. Denn im zweien Spielabschnitt lahmte die Vellmarer Offensive plötzlich, die Gäste machten das Spiel – und nach 45 Minuten tatsächlich das Tor zum 22:22. Die Schlussphase entwickelte sich zu einem engen Schlagabtausch, in der der TSV zwar regelmäßig führte, sich aber erst zwei Minuten vor Schluss wieder einen Drei-Tore-Vorsprung herausspielen konnte. Und das reichte. Jan Magnus Berninger setzte mit seinem 30:27 den Schlusspunkt, ehe die Sirene in der Vellmarer Großsporthalle ertönte und der erste Saisonsieg des TSV perfekt war. (von Pascal Spindler, aus HNA Kassel)

Den Spielball gegen Kleenheim stiftete TSV-Sponsorin Ursula Platowitsch (links) vom Taxenbetrieb Platowitsch aus Vellmar, rechts TSV-Manager Martin Ziegener. (Foto: Jan Meyer)

TSV: Gumula, Scholler – Räbiger 2/2, Staubesand 1, Hujer 5, König 7/1, Gockell 2, Lücking 2, Adam 4, Badenheuer 1, Koch (n.e.), Berninger 1, Drönner 5