SVH Kassel gegen TSV Vellmar 29:41 (15:21)

Vellmar überzeugt im Angriff - TSV gewinnt das Derby bei der SVH Kassel 41:29. Der TSV Vellmar, Spitzenreiter der Handball-Landesliga der Männer, startete standesgemäß in die Rückrunde. Mit 41:29 (21:15) gewann die Mannschaft von Trainer Abraham Rochel das Derby in der gut besetzten Harleshäuser Sporthalle beim alten Rivalen SVH Kassel.

Das Spiel

Der TSV Vellmar war optimal ins Geschehen gestartet, führte 3:0 und 7:2, als die SVH Kassel ihre erste Auszeit nahm. Die kam dann auf 8:9 heran, aber Vellmar zog wieder leicht davon und führte zur Pause mit 21:15. Kurz nach Wiederanpfiff führten die Gäste, die ohne den erkrankten Nebosja Kanizaj antraten, mit 24:16. So richtig davonziehen konnte der TSV Vellmar allerdings nicht, Harleshausen kam immer wieder heran. Zu mehr reichte es aber nicht, denn immer wieder erhöhte der TSV das Tempo und führte dann doch wieder klarer.

Hatten die beiden Vellmarer Keeper, Christian Gumula und Tom Scholler 45 Minuten keine Schokoladentage erwischt, so war es dann aber doch noch Gumula, der letztlich das Zünglein an der Waage war. Seine sieben Paraden lieferte er alle in den letzten zehn Minuten ab.

Der TSV Vellmar war letztlich verdienter Sieger, weil man im Angriff nur anfangs mit der offensiven SVH-Abwehr Probleme hatte. Dann aber recht routiniert aufspielte und immer dann erhöhte, wenn es drohte, eng zu werden. In der Abwehr ließ man zu oft den Gegner laufen, anstatt ihn früh zu stören. Das kann gegen einen stärkeren Kontrahenten ins Auge gehen.

Dankeschön für die tolle Unterstützung der zahlreichen TSV-Fans! (Foto: TSV-Presseteam)

Die Trainer

Sebastian Menche, der Coach der Harleshäuser, befand, dass der Sieg der Gäste etwas zu hoch ausgefallen sein. „Wir sind schlecht gestartet, haben uns aber dann reingekämpft“, sagte Menche. „In der zweiten Halbzeit sind wir immer wieder mal rangekommen, aber jedes Mal hat dann Torwart Gumula seine Mannschaft im Spiel gehalten.“ Grundsätzlich war Menche mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. Sein Gegenüber Abraham Rochel freute sich über zwei Punkte und war mit dem Angriff und den 41 Toren zufrieden. „Aber in der Abwehr müssen wir noch mehr bringen, da erwarte ich mehr Aggressivität.“

Team und Trommler nach dem Sieg vereint: die Freude nach dem klaren Derbysieg war groß! (Foto. TSV-Presseteam)

Die Trommler

Die Gäste hatten in Sachen Trommler ganz oben auf der Tribüne lautstarke Verstärkung. Erfolgreiche Torschützen wurden in den EM-Kader gelobt, jeder Treffer bejubelt. Und wenn die Vellmarer in der Defensive waren, wurde rhythmisch „Defense, Defense“ (Verteidigung) gefordert. Das hatten sich die jungen Handballer, die mit Iljo Duketis in der Halle waren, dann für die SVH abgehört. Mit den Trommlern konnten sie nicht mithalten, aber wenn Vellmar angriff, dann forderten sie von ihrer Mannschaft lautstark „Defense, Defense“. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

SVH: Güttler, Heiland 1; Pächer 3, Dökmeci 1, Bischof, Müller, Günther 3, Köhler 1, Pohl 2, Baumgärtel, Bartheld 6, Richter 2, Habenicht 10/4

TSV: Gumula, Scholler; Räbiger 1, Stein 2, Hoffmann, Hujer 7, König 8, Stumbaum 6/2, Gockell, Lücking 2, Adam 6, Koch, Willrich 5, Drönner 4