Vellmar gibt das Spiel wieder aus der Hand - TSV unterliegt in der Handball-Regionalliga gegen die HSG Rodgau/Nieder-Roden 26:29. Das war kein guter Start in die zweite Hälfte der Saison der Handball-Regionalliga der Männer für den TSV Vellmar. Der verlor gegen den bisherigen Tabellenzwölften, die HSG Rodgau/Nieder-Roden, mit 26:29 (16:11), steht aber weiter selbst auf Rang acht.
Die Vellmarer zeigten vor 250 Zuschauern in der heimischen Großsporthalle nach der Weihnachtspause zwei Gesichter. Einmal spielfreudig, konsequent, aggressiv und ballsicher, wohl auch mit ein paar ausgelassenen Chancen. Dann aber in der zweiten Halbzeit unsicher, keinesfalls treffsicher, ohne echte emotionale Steigerung.

Kein Durchkommen für den TSV-Angriff in der zweiten Halbzeit - wie hier für Andy Pérez (links). (Archivfoto: Dirk Krug)
Das ganze Vellmarer Dilemma hatte schon kurz vor der Pause angefangen. Da führte der TSV Vellmar mit 16:9 (28.), musste dann fünf Tore der Rodgauer Gäste in Folge hinnehmen und aus dem klaren 16:9 war ein 16:14 geworden. Vellmar erzielte in dieser Phase sechs Minuten und 31 Sekunden lang keinen Treffer und lochte erst wieder zum 17:14 ein. Die Gäste vom Main witterten ihre Chance, ließen nicht locker, nutzten jede Schwächer der Gastgeber aus und beim 18:18 (39.) war alles wieder auf „Null“ gestellt.
Beim 19:18 (41.) führte der TSV Vellmar noch einmal, aber dann war der Aufsteiger aus der Landesliga Süd endgültig am Drücker. Über 24:21 (49.), 26:23 (55.) und 28:25 (58.) steuerte man dem Auswärtssieg entgegen.
Der TSV Vellmar hatte in der zweiten Halbzeit große Probleme mit der offensiven Abwehr der Gäste aus dem Landkreis Offenbach. Die störten frühzeitig das Aufbauspiel der Vellmarer und zwangen die Gastgeber zu Aktionen, die nichts Zählbares einbrachten. In der zweiten Halbzeit rächte es sich, dass man im ersten Spielabschnitt schon viele Chancen hatte liegenlassen, diese Tore fehlten in der Abrechnung. Dazu leistete sich der TSV Vellmar noch den Luxus drei Siebenmeter nicht zu verwandeln.

Mit Knieverletzung ausgeschieden: Christian Gumula. (Foto: Dirk Krug)
Zu allem Überfluss musste Torhüter Christian Gumula in der 42. Minute verletzt das Spielfeld verlassen, er hatte sich bei einer Abwehraktion das linke Knie verdreht und saß den Rest des Spiels mit einem Eispack auf dem Knie auf der Bank. „Die Stabilität im linken Knie fehlt“, kommentierte Gumula nach der Partie die Verletzung. Für Gumula kam Tom Scholler in den Kasten und zeigte erneut, dass mit ihm zu rechnen ist, wenn er zum Einsatz kommt.
Vellmars Trainer Abraham Rochel schaute nach der Niederlage grimmig drein. „Gratulation an die junge Mannschaft aus Rodgau“, so Rochel. „Meine Mannschaft hat scheinbar nur Lust auf Handball, wenn es gegen Gensungen geht.“

Den Spielball zum Auftakt ins Jahr 2025 stiftete Rainer Hass (rechts) von den Freunden des TSV-Handballs. Manager Martin ZIegener bedankte sich im Namen des Teams recht herzlich. (Foto: TSV-Presseteam)
Der sportliche Leiter Matthias Henne hatte eine gute erste Halbzeit gesehen und eine zweite, „in der wir den Faden völlig verloren haben“. „Rodgau hat in der zweiten Halbzeit effektiver gespielt und die einfachen Tore gemacht“, sagte Simon Adam, sechsfacher Torschütze. „Wir waren die bessere Mannschaft und haben das Spiel aus der Hand gegeben.“ (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)
TSV: Gumula, Scholler; Kanizaj 2, Stein, Hujer, Perez 2/1, Lücking, Schopf, Adam 6, Badenheuer 1, Koch 5, Nacher 3, Willrich 1, Drönner 6

