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TSV Vellmar gegen HSG Groß-Bieberau-Modau 36:40 (15:23)

Niederlage nach katastrophalem Start - Regionalliga-Handballer des TSV Vellmar unterliegen Groß-Bieberau 36:40. Es wurde nichts aus dem dritten Heimsieg für den TSV Vellmar. Die nordhessischen Regionalliga-Handballer unterlagen der HSG Groß-Bieberau-Modau mit 36:40 (15:23). Sie stehen jetzt mit 12:20 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz. Zwar gewannen die Vellmarer die zweite Halbzeit mit 21:17, aber das ist nur etwas für Statistiker und macht die teilweise katastrophale erste Spielhälfte nicht wett.

In Spiel eins nach dem Trainerwechsel unter der Woche hatte so mancher eine positive Reaktion der Mannschaft erwartet, die gab es aber erst nach der Pause. Der TSV Vellmar war desaströs in die Partie gestartet. Es waren noch nicht einmal drei Minuten gespielt, da führten die Gäste schon mit 4:0. Erst dann traf Vellmar zum ersten Mal. Die HSG Groß-Bieberau-Modau war nicht zu bremsen und profitierte dabei von den Fehlern der Gastgeber. Die Abwehr des TSV ließ die nötige Aggressivität vermissen, es wurde nur schlecht geschoben, die Löcher waren riesengroß. Tom Scholler im Tor wurde allein gelassen, der hatte ständig Bieberauer Angreifer völlig frei vor sich. Die Gäste erzielten in der ersten Halbzeit allein neun Tore per Tempogegenstoß. Weil Vellmar im Angriff wieder in den eigentlich schon abgeschafften Technische-Fehler-Modus schaltete.

Freddy Drönner (im Wurf) war mit sieben Treffern erfolgreichester TSV-Werfer gegen Groß-Bieberau / Modau ... (Archivfoto: Dirk Krug)

Das alles änderte sich nach der Pause. Der Grundstein für eine bessere Leistung wurde im Prinzip im Angriff gelegt. Einfach in der Tatsache, dass nicht jeder zweite Ball verloren ging. Vellmar drückte gut auf die Nahtstellen, spielte sich frei und traf dann auch. Und dazu kamen die einfachen Treffer, die man sich in der Abwehr mit Zugriff auf die führenden Akteure erarbeitete. Vom Kampfgeist und vom Einsatz gar nicht zu sprechen. Selbst in Unterzahl gelangen jetzt Tore.

... gefolgt von Louis Badenheuer (im Wurf) mit sechs erfolgreichen Abschlüssen. (Archivfoto: Dirk Krug)

So schaffte es der TSV Vellmar sogar auf 30:32 (50.) zu verkürzen. Aber danach machten die Gäste gleich zwei Treffer und stellten alles wieder auf Sieg. Was dem Vellmarer Spiel in vielen Phasen fehlt, ist ein Denker und Lenker, ein unbedingter Anführer. Einer, der aus der Situation heraus schnell umschalten kann und so mehr Überraschungsmomente ins Spiel bringt. „Wir haben in der ersten Halbzeit nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten und haben schlecht gespielt“, sagte Neu-Trainer Vladimir Djuric. „Nach der Pause hat die Mannschaft die Reaktion gezeigt, die wir sehen wollten. Darauf müssen wir aufbauen.“

Wie hatte Kapitän Finn Hujer vor der Partie gesagt: „Wir haben alle ein Ziel, den Klassenerhalt. Und für den wollen wir kämpfen.“ Zumindest in der zweiten Halbzeit war das zu sehen. Aber die Saison dauert ja noch drei Monate, da hat das Team noch Gelegenheit das Vorhaben in die Tat umzusetzen. Ob das am kommenden Wochenende beim Tabellenführer TSG Münster schon klappt, bleibt abzuwarten. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

Der Spielball für die Partie gegen Groß-Bieberau Modau wurde gestiftet von Waltraud und Ewald Pipper aus Vellmar (Freunde des TSV-Handballs). Wir sagen herzlich Dankeschön! (Foto: TSV-Presseteam)

TSV: Apel, Scholler; Kanizaj 5, Stein, Hujer 3/3, Perez 2, Lücking, Schopf, Adam 5, Badenheuer 6, Koch 3, Nacher 5, Willrich, Drönner 7

Methe/Methe-Tag 2025

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