Vellmar kämpft sich zum Sieg - TSV schlägt in der Handball-Regionalliga Bruchköbel 29:26. Der TSV Vellmar zeigte Charakter und Moral, lag zurück, kämpfte sich wieder nach vorn und gewann das im Abstiegskampf wichtige Spiel gegen die SG Bruchköbel mit 29:26 (12:14). Damit stehen die Nordhessen mit 16:24 Punkten auf dem neunten Rang der Tabelle der Handball-Regionalliga der Männer.
Es war sicher nichts für schwache Nerven, was da in der Vellmarer Großsporthalle vor 300 Zuschauern ablief. Der TSV Vellmar war mit viel Einsatz in die Partie gestartet und bis zum 9:9 (21.) lief alles eigentlich nach Plan. Aber dann sah es fast so aus, als hätten sich die Gastgeber eine längere Auszeit gegönnt. Im Angriff wurde nicht eingelocht, wurden die besten Möglichkeiten liegengelassen oder man scheiterte am starken SG-Torwart Maurice Ebell, und in der Abwehr griff man viel zu spät an. Das nutzten die cleveren Gäste aus Bruchköbel gnadenlos aus, trafen aus der Halbdistanz fast nach Belieben ins Vellmar Tor und führten 18:14 (36.) und 19:16 (38.).

Setzte mit seinem Tor zum 29:26 den Schlusspunkt unter ein erfolgreiches Heimspiel: TSV-Spielmacher Finn Hujer. (Archivfoto: Dirk Krug)
Aber der TSV Vellmar steckte nicht auf und nach der Durststrecke kamen die Gastgeber, angeführt von einem treffsicheren Nebosja Kanizaj und mit einem Teufelskerl Tom Scholler im Tor, zurück. Beim 21:21 (46.) gelang erstmals wieder der Ausgleich, beim 25:24 (54.) erstmals wieder die Führung. Und Vellmar ließ nicht locker. Erst parierte Scholler grandios, dann traf Freddy Drönner 83 Sekunden vor Spielende zum 28:26. Und während Bruchköbel mit offener Manndeckung noch etwas herausholen wollte, setzte Finn Hujer mit dem 29:26 den Schlusspunkt.

Zurück meldete sich Christian Gumula (links) nach überstandener Knieverletzung - Teamkollege Tom Scholler (rechts) rettete dem TSV in der Schlussphase mit starken Paraden den Sieg. (Archivfoto. Dirk Krug)
„Das war Handball mit Herz, meine Mannschaft hat Charakter gezeigt“, freute sich Trainer Vladimir Djuric. Und Tom Scholler sagte: „Das war ein Sieg der Mannschaft, wir haben uns gemeinsam zurückgekämpft.“ Nach zehn Wochen Verletzungspause stand übrigens die ersten 23 Minuten wieder Christian Gumula im Tor. „Alles gut, das Knie hat gehalten“, kommentierte er sein Comeback. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

Den Spielball für die Partie gegen Bruchköbel präsentierte die Firma Fahrzeit aus Kassel. Geschäftsführer Thomas Kneuer (links) übergab den Ball an TSV-Ausstattungskoordinator Mario Faber, der sich für das Team herzlich bedankte). (Foto: TSV-Presseteam)
TSV: Sega, Gumula, Scholler; Kanizaj 7, Hujer 1, Perez Fernandez 2/1, Lücking, Schopf, Adam 3, Badenheuer, Koch 3, Nacher Selma 6, Willrich 1, Drönner 6


