Zum letzten Punktspiel der Saison 2024/25 in der Handball-Regionalliga tritt der TSV Vellmar am Samstag um 18 Uhr in Rodgau bei der HSG Rodgau/Nieder-Roden II an.
Die „Baggerseepiraten“ trennten sich Anfang März vom Trainerduo André Seitz und Felix Hain. Dafür übernahmen Jan Redmann und Andreas Knaf die Verantwortung. Mit Knaf und Redmann wollte Rodgau noch den Klassenerhalt schaffen. Mit dem Sieg in Bruchköbel war der auch zum Greifen nahe, da aber Hüttenberg gegen Gensungen gewann, stand der Abstieg fest. Nick Weiland ist ein umsichtiger Denker und Lenker im Rodgauer Spiel, Marius Hildebrand ein starker Keeper, Nils Haus und Richard Landskron sind sichere Torschützen. Schwachpunkt der Rodgauer ist manchmal die schlechte Chancenauswertung. Von Letzterem war allerdings im Hinspiel nicht viel zu merken. Da holten die Rodgauer beim 29:26 beide Punkte. Die Partie am 19. Januar war ein echter Tiefpunkt für den TSV Vellmar. Der führte zur Halbzeit mit 16:11 und spielte nach der Pause wie von allen guten Geistern verlassen, unsicher, keinesfalls treffsicher, ohne echte emotionale Steigerung.

Fertigmachen: Vellmars Trainer Vladimir Djuric tritt mit seiner Mannschaft zum Saisonfinale in Rodgau an. (Foto. Dirk Krug)
Das Dilemma hatte schon kurz vor der Pause angefangen. Da führte der TSV Vellmar mit 16:9 (28.), musste dann fünf Tore der Rodgauer in Folge hinnehmen. Vellmar erzielte sechs Minuten und 31 Sekunden keinen Treffer und lochte erst wieder zum 17:14 ein. Nimmt man die klare 16:9-Führung als Fixpunkt und dann das Endergebnis von 26:29, dann erzielte Vellmar in 32 Minuten nur zehn Treffer, Rodgau aber deren 20.
Zu allem Überfluss musste Torhüter Christian Gumula in dieser Partie verletzt das Spielfeld verlassen (42.) und kam erst am 16. März zum Spiel gegen Bruchköbel wieder.
TSV-Trainer Vladimir Djuric hat für die Partie in Rodgau bis auf den langzeitverletzten Lance-Phil Stumbaum und den verhinderten Nebosja Kanizaj alle Spieler an Bord. „Es gilt das gleiche, wie in den letzten Spielen. Wir haben keinen Stress, wir können frei aufspielen“, sagt Djuric. Der weiß, dass Rodgau ebenfalls ohne Druck spielen kann, da die Mannschaft bereits abgestiegen ist. „Rodgau will sich bestimmt vor eigenem Publikum nicht mit einer Niederlage verabschieden“, sagt Djuric. Aber Vellmar hätte wegen Niederlage im Hinspiel auch noch etwas gutzumachen. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

