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TSV Vellmar gegen TuS Holzheim 26:26 (12:15)

Vellmar verschenkt Sieg - Mit einem 26:26 (12:15) musste sich in der Handball-Regionalliga der Männer der TSV Vellmar gegen den TuS Holzheim begnügen. Zwei Minuten vor Spielende hatten die Gastgeber noch mit 26:24 geführt. Es war eine Partie mit vielen Höhen und Tiefen, nicht für Leute mit schwachen Nerven gemacht.

Vellmar war miserabel in die Partie gestartet, nach acht Minuten führte Holzheim 5:1. Vellmar fand dann aber seinen Rhythmus und ab dem 8:8 (17.) spielte man auf Augenhöhe. Zwar führte Holzheim zur Pause mit 15:12, aber der TSV Vellmar glich kurz nach dem Wechsel zum 16:16 aus. Beim 19:18 (46.) führte man erstmals, beim 22:19 (52.) gar mit drei Treffern Vorsprung.

Abermals in Topform: Christian Gumula - hier bei der Abwehr eines Holzheimer Siebenmeters. (Foto: Dirk Krug)

Es folgte die spannende Schlussphase, in der 56. Minute stand es 26:23. Dann sah Niklas Willrich (56:29) nach der dritten Zweiminutenstrafe die Rote Karte. Kurz darauf gab es Rot für Nebojsa Kanizaj (59:28) wegen Foulspiels. Zuvor hatte Holzheim auf 26:24 (58:00) verkürzt. Nachdem die Gäste auch noch das 26:25 (59:33) erzielt hatten, nahm Vellmar eine Auszeit. Statt den Ball in den letzten 19 Sekunden sicher zu spielen, vertändelte man ihn und Holzheim glich sechs Sekunden vor Spielende aus.

Arturo Nácher Selma (44) setzt sich gegen die Holzheimer Abwehr durch und erzielt einen seiner sieben Treffer. (Foto: Dirk Krug)

TSV-Trainer Abraham Rochel war nach dem Schlusspfiff mächtig angefressen: „Das darf Kindern mit zehn Jahren passieren, aber nicht einer Regionalligamannschaft“, wetterte der Spanier, der sich über die Disziplinlosigkeit seines Teams ärgerte.

Pure Enttäuschung: Nebo Kanizaj und seine Kollegen konnten den verpassten Heimsieg in letzter Sekunde kaum fassen. (Foto: Dirk Krug)

Die Unparteiischen Hartmann und Thomsen wurden vom Publikum mit „Schieber“-Rufen verabschiedet. Die unterschiedliche Auslegung von ähnlichen Situationen, immer zum Nachteil Vellmars, hatte die Zuschauer in Rage gebracht. Den Sieg haben die Vellmarer aber in den letzten Sekunden selbst verschenkt. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

Den Spielball zum Saisonauftakt stiftete traditionell Ursula Platowitsch (rechts) vom Taxenbetrieb Platowitsch aus Vellmar. TSV-Manager Martin Ziegener bedankte sich im Namen des Teams ... (Foto: TSV-Presseteam)

TSV: Gumula, Scholler; Kanizaj 4/1, Stein 1, Schopf, Hujer, Lücking, Adam 1, Badenheuer 2, Koch 2, Nácher Selma 7, Willrich 2, Drönner 7

 

Methe/Methe-Tag 2025

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