Vellmars Coup in Groß-Bieberau: TSV-Torhüter Christian Gumula überragt bei 32:23-Sieg in der Handball-Regionalliga. Einen echten Coup landete in der Handball-Regionalliga der Männer der Aufsteiger TSV Vellmar mit dem 32:23 (13:8)-Sieg bei der HSG Groß-Bieberau/Modau.
Nach dem verunglückten 26:26-Remis zuletzt gegen den TuS Holzheim zeigten sich die Nordhessen diesmal von der ersten bis zur letzten Minute konzentriert und nahmen hochverdient beide Punkte mit auf die Heimreise. „Wir haben in der Abwehr bärenstark gespielt und im Angriff kaum Fehler gemacht, wir haben ein Top-Spiel abgeliefert“, freute sich TSV-Trainer Abraham Rochel.

Hielt den Sieg fest: Vellmars Torhüter Christian Gumula überzeugte mit einer Topleistung beim Sieg bei der HSG Groß-Bieberau/Modau. (Archivfoto: Dirk Krug)
Der Vellmarer Coach hatte mit einer 5:1-Deckung begonnen, aber dann auf eine 6:0 umgestellt. „Damit haben wir Groß-Bieberau den Schneid abgekauft“, sagt Rochel. Der Trainer sprach von einer geschlossenen und disziplinierten Mannschaftsleistung, hob aber Torwart Christian Gumula mit unzähligen Paraden als Matchwinner hervor. Jeder Spieler habe 60 Minuten lang gekämpft und vollste Konzentration gezeigt. „Wir haben als Mannschaft überzeugt, hatten aber auch viele Eins-gegen-eins-Situationen, in denen wir überlegen waren“, so Rochel.
Kaum zu bremsen: Arturo Nácher Selma - Vellmars Neuzugang kommt immer besser auf Touren ... (Archivfoto: Dirk Krug)
Der TSV Vellmar erzielte durch Freddi Drönner den ersten Treffer der Partie und mit dem verwandelten Siebenmeter von Ben Lücking auch den letzten. Dazwischen gab es nach dem 2:2 (6.) nur die Gäste als führende Mannschaft – beim 18:9 (36.) sogar erstmals mit neun Treffern Vorsprung. Spätestens beim 25:16 (51.) dürfte allen Beteiligten klar gewesen sein, dass Vellmar die Punkte mit auf die Heimreise nach Nordhessen nimmt. Erfolgreichster Torschütze in der Sporthalle im Wesnert in Groß-Bieberau war Arturo Selma mit 9/2 Treffern.
Ausgelasssene Stimmung nach dem hochverdienten Auswärtssieg: Das Regionalligateam des TSV präsentiert sich seinen Fans. (Foto: TSV-Presseteam)
Am kommenden Sonntag stellt sich nun um 18 Uhr der ungeschlagene Tabellenführer TSG Münster in der Großsporthalle in Vellmar vor. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)
TSV: Gumula, Scholler; Perez 2, Kanizaj 2, Stein, Schopf, Hujer, Lücking 1/1, Adam 5, Badenheuer 2, Koch, Selma 9/3, Willrich 3, Drönner 8
So sah es der Gegner:
Falken verlieren zweites Spiel in Folge
Die Falken standen völlig neben sich und verloren auch das zweite Spiel in Folge gegen den forschen Aufsteiger aus Vellmar.
Von Anfang an waren die Gäste die spielbestimmende Mannschaft und ließen keinen Zweifel aufkommen, wer diese Partie gewinnen wird. Stark in der Abwehr, mit guter Torhüterleistung zogen sie den Falken den Zahn und legten Tor um Tor vor. Mit einfachen Kreuzbewegungen spielten sie die Falken Abwehr auseinander. Nach 20 Minuten stand es bereits 5:11 für die Gäste, zur Halbzeit 7:13.
Die Falken konnten ihr Spiel auch in der zweiten Halbzeit nicht verbessern und lagen in der 33. Minute bereits mit 9 Toren in Rückstand (8:17). Beim Stande von 16:25 in der 51. Minute keimte noch einmal so etwas wie Hoffnung auf, als Bieberau/Modau 4 Tore in Folge erzielen konnte, aber damit war es das dann auch und Vellmar eroberte sich die 9 Tore Führung bis zum Endstand von 23:32 wieder zurück.
Nächste Woche müssen die Falken zum TV Hüttenberg II. Gespielt wird dort am Samstag, 05.10.2024 um 19.30 Uhr in der Sporthalle Hüttenberg.
Falken HSG Bieberau/Modau: Witkowski 1. – 17. Min. und 42. – 60. Min. (2 Paraden), Gehring 18. – 41. Min. (4 Paraden), Giannakopoulos , Diesterweg , Jajic 1, Günther , Lubar 4, Hübscher 2/1, König 2, Nehrdich 3, Becker , Weit 10/3, Pfeiffer 1. Zeitstrafen: 3, Siebenmeter: 5/4
TSV Vellmar: Gumula , Scholler; Perez 2, Kanizaj 2, Stein , Schopf , Hujer , Lücking 1/1, Adam 5, Badenheuer 2, Koch , Selma 9/3, Willrich 3, Drönner 8. Zeitstrafen: 4, Siebenmeter: 4/4



