Vellmar macht im Angriff zu viele Fehler. Regionalliga-Handballer des TSV unterliegen der HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim 23:28. Der TSV Vellmar bleibt in der Handball-Regionalliga der Männer weiter ohne Heimsieg. Gegen den Tabellennachbarn HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim verloren die Nordhessen mit 23:28 (11:14).
Das Spiel in der Vellmarer Großsporthalle war gerade mal dreizehn Minuten alt, da führten die Gäste aus dem Süden Hessens mit 7:3. Der TSV Vellmar hatte sich in dieser kurzen Zeit vier technische Fehler und je einen Fehlpass und -wurf erlaubt. Technische Fehler und andere kleinere Mängel im Angriff zogen sich wie ein roter Faden durch die 60 Minuten in der Großsporthalle.

War mit sechs Toren Vellmars gefährlichster Werfer gegen Wallau: Nebo Kanizaj. (Foto. Dirk Krug)
Zugute halten muss man den Gastgebern, dass sie immer wieder mit viel Kampf zurückkamen. Und durchaus in der Lage waren, die HSG Breckenheim zu kontern. So kam man bis zum 10:10 (25.), 16:16 (40.) oder 20:21 (51.) an die Gäste heran. Mehr war aber nicht zu holen, da man es nicht schaffte, im Angriff konsequent wenigstens annähernd fehlerfrei zu spielen. Dazu kam, dass man im Rückzug ruhig noch einen Takt schneller sein dürfte. Und bei dem körperlich relativ kleinen HSG-Torhüter hätten die Würfe mehr in die obere Etage gehen müssen, anstatt sie flach zu halten.

Nicht immer gelang es der Vellmarer Abwehr, Wallaus Gegenstöße abzublocken - hier müht sich Andreu Pérez (links). (Foto: Dirk Krug)
Die Abwehr der Vellmarer stand im Prinzip wie gewohnt gut, an ihr kann man die Niederlage nicht festmachen. Und Torhüter Christian Gumula war mit seinen 16 Paraden einmal mehr die sichere Bank für den TSV. Dem TSV Vellmar fehlt in einigen Situationen einfach die Abgebrühtheit, die es braucht, um in der Regionalliga aus kniffligen Situationen rauszukommen. Und die „hausgemachten“ Fehler brechen dem Aufsteiger dann das Genick. Die eigenen Fehler sind die eine Sache, die andere ist, dass man auf Vellmarer Seite keineswegs mit der Leistung der beiden Unparteiischen Adrian Minwegen und Maximilian Rautschka (Petterweil) zufrieden war.

Stiftete den Spielball für das Match gegen die HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim: Benjamin Imsirovic (rechts) vom Restaurant-Café Prinzenquelle in Kassel. Fördervereinsvorstand Matthias Kühner bedankte sich im Namen der Mannschaft. (Foto: TSV-Presseteam)
„Klar, wir haben unsere Fehler gemacht“, sagt TSV-Trainer Abraham Rochel. „Aber die Leistung der Schiedsrichter war eine Katastrophe. Ich erwarte einfach mehr Respekt vor Nordhessen, vor dem Verein TSV Vellmar und den Spielern.“ Kreisläufer Niklas Willrich monierte die hohe Fehlerquote: „Wir sind dem Rückstand aus der Anfangsphase immer hinterhergelaufen. Wir machen im Angriff zu viele Fehler, heute hatten wir es selbst in der Hand, haben aber die Chance vertan.“ (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)
TSV: Gumula, Scholler; Kanizaj 6/2, Stein, Hujer, Perez 2, Lücking, Schopf, Adam 4, Badenheuer, Koch 1, Selma 4/2, Willrich 2, Drönner 4


