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MSG Körle/Guxhagen gegen TSV Vellmar 29:28 (14:12)

Hoher Fehlerquotient sorgt für Niederlage - TSV Vellmar verliert Regionalliga-Derby bei der MSG Körle/Guxhagen 28:29. Wenn in einem Handballspiel kurz vor Ertönen der Schlusssirene Gleichstand herrscht, kann alles passieren – dann zählt nicht, was in den 59 Minuten zuvor passiert war, sondern nur der entscheidende Moment. Für den TSV Vellmar, der im Regionalliga-Derby bei der MSG Körle/Guxhagen zu Gast war, nahm dieses dramatische Finale jedoch ein bitteres Ende. Der Siegtreffer gelang nämlich dem Klub aus dem Schwalm-Eder-Kreis, Vellmar musste eine 28:29 (12:14)-Niederlage hinnehmen.

Dabei hätte die Mannschaft von Trainer Vladimir Djuric – auch nach dem Gegentreffer – noch wenigstens einen Punkt mitnehmen können. Es lief der letzte Angriff des Spiels, kurz zuvor hatte der TSV ein 25:28 (56.) in ein 28:28 (59.) verwandelt, ehe Jan Grolla für Körle traf. Es spielte sich in der Folge jedoch das ab, was die mitgereisten Fans der Vellmarer schon über weite Strecken der Partie sahen. Der TSV fand bei der gegnerischen 6:0-Deckung kein Durchkommen, im Positionsangriff fehlte die entscheidende Idee. Und so musste Frederik Drönner überhastet aus dem Rückraum werfen, sein Ball landete über dem Gehäuse.

TSV-Spielmacher Arturo Nácher Selma erzielte 8 Tore beim Derby in Guxhagen. (Archivfoto: Dirk Krug)

Entsprechend geknickt war Djuric nach Abpfiff der Partie: „Wir haben uns mit unseren vielen Fehlern in diese Situation gebracht“, erklärte der Coach, der mit ansehen musste, wie sich seine Mannschaft immer wieder technische Fehler in der Offensive leistete. Körle/Guxhagen zeigte sich indes konstant im Torabschluss, nutzte beinahe jedes Versäumnis der Vellmarer aus. Hinzu kam, dass die Hausherren zu häufig einfaches Spiel im eigenen Positionsangriff hatten. So fand im Rückraum besonders Körles Grolla immer wieder eine Lücke, warf insgesamt neunmal ins Tor von TSV-Schlussmann Christian Gumula ein.

In der Startphase zweimal von der Siebenmeterlinie erfolgreich: Bojan Manojlovic. (Archivfoto: Dirk Krug)

Dabei hatte für Vellmar eigentlich alles so gut begonnen. Schon nach sechs Minuten stand eine 4:1-Führung zu Buche, Bojan Manojlovic blieb gleich doppelt eiskalt vom Siebenmeterpunkt (2. und 3.). Danach allerdings begann die Phase der Fehler und so ließ der TSV die Gastgeber ins Spiel kommen. Was darin mündete, dass Björn Prinz auf 12:8 für Körle stellte (24.). Einen großen Anteil an diesem Zwischenstand hatte auch MSG-Torwart Julian Ebert. Die Offensive der Vellmarer biss sich an ihm zeitweise die Zähne aus.

Zwar hielten die Gäste das Spiel in der zweiten Halbzeit weitgehend offen, sogar eine erneute Führung (20:19, 39.) sprang heraus. Doch letztlich reichte es nicht für einen Punktgewinn. Wofür Djuric eine denkbar einfache Erklärung hatte: „Körle war unter dem Strich einfach die bessere Mannschaft.“ (von Dennis Pritsch aus HNA Kassel)

MSG: Ebert, Herbst – Lange 1, Hildebrand, Rulff 6, Kreile, Grolla 9/3, Hillwig 1, Schmoll, Julian Lanatowitz, Janik Lanatowitz 3, Gisbrecht, Johnson, Schröder 1, Prinz 7, Griesel 1

TSV: Gumula, Scholler – Kanizaj 1, Perez Fernandez 1, Stumbaum, Lücking, Adam 3, Badenheuer 2, Koch 2, Nacher Selma 8/2, Streckhardt 1, Braune 3, Manojlovic 2/2, Willrich 1, Drönner 4.

SR: Hohm/Petry Z: 400

Siebenmeter: 3/3:4/5

Zeitstrafen: 10:10 Minuten

Rote Karte: Kreile (39. o.B.)

Methe/Methe-Tag 2025

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