Im Auswärtsspiel gegen den Meisterschaftsfavoriten aus Baunatal musste die Mannschaft aus Vellmar eine deutliche Niederlage hinnehmen. Besonders hervorzuheben war der ehemalige Vellmarer Spieler Uroš Djurić, der hochmotiviert agierte und mit 11 Treffern zum klaren Matchwinner avancierte und die Offensive der Gastgeber nahezu im Alleingang trug. Leider wurde das vermeintliche Spitzenspiel ingesamt zu einer einseitigen Sache für Baunatal zu einen zu frühen Zeitpunkt der Saison.
Bereits in den Anfangsminuten stellte Baunatal die Gäste vor große Probleme. Die Gastgeber agierten über weite Strecken mit einer sehr offensiven 3:3-Deckung, die nahezu auf allen Positionen in eine enge Manndeckung überging. Diese körperlich intensive Verteidigungsweise erschwerte den Gästen den geordneten Spielaufbau erheblich. Die sonst typische spielerische Linie der Vellmarer kam kaum zum Tragen, wodurch sich technische Fehler – insbesondere Fehlpässe – häuften. Bereits nach rund 15 Minuten hatte sich Baunatal so einen uneinholbaren Vorsprung erspielt.
Auch in der zweiten Halbzeit konnte Vellmar der hohen Dynamik des Gegners nur in einem kurzen Moment etwas entgegensetzen. Baunatal kehrte jedoch schnell wieder zu seiner effektiven, wenn auch destruktiven Deckungsform aus der Anfangsphase zurück. Der aus den eigenen Reihen gestellte Schiedsrichter hatte sichtliche Schwierigkeiten, die körperlich harte Abwehrarbeit der Gastgeber konsequent zu bewerten, wodurch mehrere grenzwertige Aktionen ungeahndet blieben.
Auf Vellmarer Seite fehlte über weite Strecken die notwendige Laufbereitschaft und Durchschlagskraft. Till Eberhardt überzeugte noch am ehesten: Er konnte die Abwehr mehrfach in Eigeninitiative überwinden und Mitspieler in aussichtsreiche Positionen bringen. Doch eine einzelne starke Leistung reichte an diesem Tag nicht, um dem Favoriten ernsthaft gefährlich zu werden.
Insgesamt wurde deutlich, dass dieses Spiel zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Saison stattfand. Die Abläufe – etwa im Doppelpassspiel, bei Laufwegen und beim Passtiming – funktionieren noch nicht so wie benötigt für solch ein Spiel. Für das Trainerteam ergibt sich daraus in den kommenden Wochen viel Arbeit, um die notwendige Eingespieltheit weiter herzustellen.
Till (8), Phil (4), Lennart (3), Felix S. (3), Max (3), Béla (1)
