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TSV Vellmar gegen HSG Wettenberg 28:28 (14:14)

Vellmar lässt zu viele Chancen liegen - Regionalligist spielt im Kellerduell gegen Wettenberg 28:28. Eigentlich sollte es ein Heimsieg für den TSV Vellmar werden. Doch nach 60 Minuten mussten sich die nordhessischen Regionalliga-Handballer im Kellerduell mit einem 28:28 (14:14) gegen die HSG Wettenberg begnügen. Für die Gäste war dies erst der dritte Punktgewinn in der bisherigen Saison. Im Hinspiel hatten sich beide Teams mit 27:27 getrennt.

Natürlich gab es nach der Punkteteilung lange und enttäuschte Gesichter beim TSV. Im vorherigen Heimspiel gegen Bruchköbel hatten die Vellmarer die Aufholjagd erfolgreich abgeschlossen, diesmal hielten sie einen Vier-Tore-Vorsprung nicht bis zum Schlusspfiff. Zu groß war die Summe der Fehler im Angriff, die verschenkten Chancen, zudem war die Abwehr in vielen Situationen zu zögerlich. Besonders auf den Wettenberger Aaron Weise (10 Treffer) bekam der TSV nur bedingt Zugriff.

Bester Werfer seines Teams war mit sieben Treffen Freddy Drönner (rechts). (Archivfoto: Dirk Krug)

Vellmar musste ohne den gesperrten Spielmacher Noah Streckhardt antreten. Gegen dessen Sperre hatte der TSV zwar Berufung beim hessischen Verband eingelegt, bis zum Spiel aber noch keine Antwort erhalten. „Die Berufung ist am Dienstag per Mail und per Post an den Verband gegangen“, sagte der Sportliche Leiter Matthias Henne. „Wir haben weder eine Antwort noch eine Eingangsbestätigung erhalten.“

Doch das Fehlen Streckhardts darf nicht als Entschuldigung für den nicht eingefahrenen Sieg gelten. Wer in der Regionalliga bleiben will, der muss auch so sein Heimspiel gegen Wettenberg gewinnen. Eine Mannschaft, die bis dato gerade mal zwei Zähler auf der Habenseite hatte. An TSV-Keeper Christian Gumula lag es nicht, dass ein Punkt mit nach Wettenberg ging. Dieser hatte sein Soll mit 15 Paraden erfüllt.

Starke Leistung am Kreis: Louis Badenheuer (vorne) erzielte sechs Tore für den TSV gegen Wettenberg. (Archivfoto: Dirk Krug)

„Natürlich bin ich enttäuscht, das war absolut nicht das, was wir vorher in der Kabine besprochen hatten“, sagte Streckhardt, der die Partie mal aus einer anderen Perspektive gesehen hatte. „In der Abwehr haben wir zeitweise nur wenig Kontrolle gehabt, im Angriff zu wenig Geduld.“ Vellmars Trainer Vladimir Djuric schaute ernst drein: „Wir haben zu viele Chancen liegen lassen und Fehler im Angriff gemacht.“

Die Gastgeber waren eigentlich gut ins Spiel gestartet und führten schnell mit 2:0 und 3:1. Doch die ersten Tore der Wettenberger gaben schon zu denken. Sie resultierten aus krassen Vellmarer Fehlern. Und von denen machte der TSV eine ganze Menge, hauptsächlich mit katastrophalen Pässen. So wunderte es nicht, dass Wettenberg nach 20 Minuten beim 10:9 erstmals führte.

Der Spielball für das Match gegen Wettenberg wurde präsentiert von:

Bis zum 19:19 (39.) blieben beide Teams auf Augenhöhe. Beim 21:19 (41.) hatte der TSV vier Treffer am Stück erzielt und beim 24:20 (46.) sowie später beim 27:23 (51.) mit vier Treffern vorn gelegen. Doch in den letzten neun Minuten traf die HSG Wettenberg noch fünfmal, Vellmar aber nur noch einmal. Das lag hauptsächlich daran, dass die Gastgeber ihre Möglichkeiten vertändelten, Pfosten, Latte und auch der gute Keeper Jan Hämmerle im Weg waren, Wettenberg aber traf. (von Peter Fritschler aus HNA Kassel)

TSV: Gumula, Scholler; Kanizaj 2, Perez Fernandez, Schopf, Adam 2, Badenheuer 6, Koch 5, Nacher Selma 4, Braune, Manojlovic 1, Willrich 1, Linke, Drönner 7/2.

Methe/Methe-Tag 2025

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