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TSV Vellmar gegen ESG Gensungen / Felsberg 26:40 (11:21)

Vellmarer prallen an ESG-Abwehr ab - TSV verliert Derby gegen Gensungen/Felsberg 26:40. Wenn der Vorletzte den Tabellenführer empfängt, dann trifft harter Kampf gegen den Abstieg auf souveränen Aufstiegshandball: Für das nordhessische Derby zwischen den Handball-Regionalligisten TSV Vellmar und der ESG Gensungen/Felsberg ließen sich noch viele Synonyme finden, die alle eins gemeinsam haben – sie stellen die deutlichen Unterschiede zwischen beiden Teams heraus. So verlief dann auch die Begegnung. Mit 26:40 (11:21) unterlag der TSV vor gut 700 Zuschauern in der heimischen Großsporthalle.

Die Gäste aus dem Schwalm-Eder-Kreis zeigten von Beginn an, wie die Rollen in dieser Partie verteilt sein sollten. In den ersten Minuten der Begegnung überrollte sie den TSV förmlich. 6:0 führte die ESG bereits in der fünften Minute. Da hatten die Vellmarer sogar schon ihre erste Auszeit genommen. Frederick Drönner erlöste die Gastgeber mit dem ersten TSV-Tor des Abends. Was folgte, war die stärkste Phase des Tabellenvorletzten, der sich bis auf 6:8 (13. Minute) an den Favoriten herankämpfte.

Bester TSV-Werfer im Derby war mit sieben Toren Freddy Drönner (im Wurf). (Archivfoto: Dirk Krug)

Bei den Gästen hatte sich kurz zuvor Teja Sonnenschein schmerzhaft verletzt – er war beim Sprung auf dem Fuß von TSV-Torwart Christian Gumula gelandet und knickte dabei mit dem linken Fuß um. Er konnte nicht mehr eingesetzt werden. Von diesem Schreck erholten sich die Gensunger, bei denen Co-Trainer Gernot Weiss das alleinige Kommando auf der Bank hatte, weil Coach Fynn Welch beruflich verhindert war, aber schnell wieder. Sie bauten eine für den Vellmarar Angriff kaum überwindbare Deckung auf. Immer wieder hoben die Unparteiischen den Arm zum Passiven Spiel, da Vellmar einfach keine Lücken fand. So betrug der Rückstand zur Pause bereits zehn Tore.

Und der Spitzenreiter war nicht gewillt, lockerzulassen. Auch nach dem Seitenwechsel mühte sich der TSV redlich, aber es reichte nicht. So feierten die Gastgeber kleine Aktionen, wie abgefangene Gegenstoßpässe, Torwart-Paraden und einzelne gut herausgespielte Treffer über Außen oder den Kreis. Der Rückstand schmolz trotz allem Einsatz und Kampfeswillen nicht. „Wir hatten zehn gute Minuten in der ersten und vielleicht fünf bis zehn in der zweiten Halbzeit, in denen wir umsetzen konnten, was wir uns vorgenommen haben“, erklärte TSV-Spielertrainer Noah Streckhardt direkt nach Abpfiff. „Insgesamt haben wir es aber nicht geschafft, die nötige Intensität zu zeigen, und unser Rückzugverhalten hat auch nicht gereicht.“

Den Spielball für das Derby gegen die ESG stiftete Benjamin Imsirovic (rechts) vom Café-Restaurant Prinzenquelle in Kassel. Links: Matthias Kühner, Fördervereinsvorstand Handball. (Foto: TSV-Presseteam)

Für sein Team war es ein ständiges Anrennen gegen eine gelbe Gensunger Abwehrmauer, die den TSV-Angreifern auch körperlich deutlich überlegen war. Während Vellmar sich abkämpfte, kamen die Spieler der Gäste mit schnellen Bewegungen leichter zu Torerfolgen. So trugen sich bis auf die Torhüter und Luca Piekenhahn auch alle Gensunger in die Torschützenliste ein. „Ich bin sehr stolz, Co-Trainer dieses Teams zu sein“, sagte Weiss und grüßte seinen Trainerkollegen Welch: „Fynn, du hast eine geile Mannschaft geformt.“

Während die Gäste mit sieben Zählern Vorsprung in der Tabelle der Meisterschaft immer näherkommen, hat der TSV nun schon drei Punkt Rückstand auf die beiden vor ihm platzierten Teams Körle/Guxhagen und Bruchköbel.

TSV: Gumula (1.-30. Minute), Scholler (31.-60.); Kanizaj 1, Perez Fernandez 2, Eberhardt, Schopf 1/1, Adam 1, Badenheuer 2, Koch 5, Nacher 4/2, Streckhardt 2/2, Manojlovic 1, Willrich, Drönner 7.

ESG: Voß (1.-42.), Kowalski (43.-60.); Iffert 3, Sonnenschein 1, Piekenhahn, Backhaus 5, Otto 3, Bieber 4, Gruber 2, Damm 5, Bikic 4, Fitozovic 1, Lippold 4, Kothe 1, Garde 6/3, Rossel 1.

SR: Becker/Nickel (Pfungstadt)

Siebenmeter: 7/5 - 4/3; Strafminuten: 10 - 8

Methe/Methe-Tag 2025

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