Mit 18:6 Punkten und Platz 2 blickt unsere E-Jugend auf eine erfolgreiche Saison 2025/2026 zurück. Neben vielen sportlichen Highlights prägten vor allem Teamgeist, Zusammenhalt und persönliche Entwicklung die Mannschaft. Trotz einiger Verletzungen kämpften sich die Jungs immer wieder zurück und zeigten, was in ihnen steckt.
Trainer Pascal zieht ein persönliches Fazit über eine Saison voller Emotionen, Entwicklung und großartiger Unterstützung von Eltern und Fans.
Eine neue Saison – immer eine kleine Wundertüte
Als Trainer startet man immer mit einer gewissen Spannung in eine neue Saison. Gerade im Jugendbereich weiß man zu Beginn oft nicht genau, wo das eigene Team steht. Durch die neuen Jahrgänge werden die Mannschaften regelmäßig neu gemischt – jede Saison beginnt daher ein Stück weit als Wundertüte.
Nach den Osterferien 2025 hat uns der ältere Jahrgang 2014 verlassen und den Schritt in die nächste Altersklasse gemacht. Gleichzeitig bekamen wir mit drei Spielern aus dem Jahrgang 2016 Verstärkung. Für die „jungen Wilden“ war es die erste Saison, in der sie nun endlich „richtig“ Handball spielen konnten – entsprechend groß war die Vorfreude.
Viele der Jungs kannten sich bereits aus der Schule, vom Schwimmbad, aus dem Ostercamp oder anderen Begegnungen.

Ein Team - ein Ziel
Aus vielen Charakteren wird ein Team
Ein Team mit unterschiedlichen Charakteren zu führen ist nicht immer leicht. Genau darin liegt für mich als Trainer aber auch der besondere Reiz. Natürlich geht es darum, die Kinder sportlich weiterzuentwickeln – mit der richtigen Einstellung im Training macht jedes Kind seine Schritte nach vorne.
Die größere Aufgabe besteht jedoch darin, aus verschiedenen Persönlichkeiten und Leistungsständen eine Mannschaft zu formen, die gemeinsam auftritt und füreinander einsteht.
In dieser Saison hat mich das Team dabei vor keine großen Herausforderungen gestellt. Die Jungs haben schnell begonnen, an einem Strang zu ziehen und gemeinsam besser werden zu wollen. Natürlich wurde auch mal mit den Augen gerollt oder gemotzt, wenn ein Ball zum zweiten Mal nicht gefangen wurde.
Genauso gab es aber die vielen anderen Momente – vielleicht etwas leiser –, wenn ein Schulterklopfen folgte und jemand sagte:
„Beim nächsten Mal fängst du ihn und machst ihn rein.“
Diese Entwicklung zu beobachten war für mich als Trainer besonders schön.

Gemeinsamer Handball – auch mit unseren Mädels
Sehr gefreut hat mich auch, dass wir im Laufe der Saison immer wieder Spielerinnen unserer weiblichen D-Jugend einbinden konnten. Die Jungs haben die Mädels ganz selbstverständlich ins Spiel integriert.
Auch sie bekamen ihre Spielanteile gegen gleichaltrige Gegnerinnen und Gegner, erzielten Tore und fügten sich nahtlos ins Spiel ein. Das zeigt viel über den Charakter dieses Teams.
Der sportliche Rückblick
Sportlich blicke ich mit einem lachenden und einem leicht weinenden Auge auf die Saison zurück.
Mit 18:6 Punkten stehen am Ende drei Niederlagen auf dem Konto. Nur eines dieser Spiele haben wir tatsächlich nach realem Ergebnis verloren – mit einem Tor Unterschied gegen den späteren Gruppensieger aus Kaufungen.
An dieser Stelle Glückwunsch nach Kaufungen zum Gruppensieg und vielen Dank für die tollen Duelle.
Die anderen vier Minuspunkte mussten wir gegen unsere Nachbarn von der HSG Ahnatal/Calden abgeben. In beiden Spielen waren wir nach dem realen Ergebnis eigentlich Sieger, verloren jedoch aufgrund der Multiplikatorregel. Diese Regel belohnt Teams, die ihre Tore auf mehrere Torschützen verteilen – und genau das hat Ahnatal in diesen Spielen sehr gut umgesetzt.
Am Ende stehen wir mit 18:6 Punkten auf Platz 2 und erreichen ein Torverhältnis von 357:205 (nach realen Toren).
Diese Zahlen zeigen, mit welchem Tempo das Team nach vorne gespielt hat, kombiniert mit einer stabilen Abwehrleistung und einem starken Rückhalt im Tor.

Das letzte Spiel der Saison.
Eine Saison mit Verletzungspech
Leider blieb auch unsere Mannschaft in dieser Saison nicht von Verletzungen verschont.
Innerhalb kurzer Zeit hatten wir mehrere Ausfälle zu verkraften. Zwei unserer Jungs haben sich im Abstand von nur fünf Wochen jeweils das Schlüsselbein gebrochen. Dazu kam ein unglücklich gebrochener Finger, der ebenfalls eine lange Genesungszeit erforderte.
Besonders schwer traf es einen Spieler mit einem Schienbeinbruch, der sogar im Krankenhaus behandelt werden musste und lange ausfiel.
Umso schöner war es, dass er im letzten Saisonspiel wieder auf der Platte stehen konnte. Ein Tor gelang ihm zwar noch nicht – aber der eigentliche Erfolg war, dass er nach dieser langen Verletzungspause wieder gemeinsam mit seiner Mannschaft auf dem Spielfeld stand.
Solche Momente zeigen, wie wichtig Zusammenhalt im Team ist.
Jeder Beitrag zählt
Natürlich ist es in der E-Jugend normal, dass einige Spieler häufiger treffen oder mehr Bälle abfangen als andere.
Entscheidend war jedoch, dass sich jeder Spieler eingebracht hat und seine persönlichen Erfolgserlebnisse sammeln konnte. Genau diese Erfahrungen sind wichtig, damit die Kinder langfristig Freude an unserem Sport behalten.
Der Blick nach vorne
Mit Blick auf die kommende Saison gehen die Wege der Mannschaft nun teilweise auseinander.
Drei Spieler bleiben noch ein weiteres Jahr in der E-Jugend und dürfen dort selbst zu den „Großen“ gehören. Der Großteil des Teams wird jedoch in die D-Jugend wechseln.
In den letzten Wochen habe ich dazu unterschiedliche Gefühle bei den Jungs wahrgenommen.
Einige sagen voller Vorfreude:
„Cool, endlich richtiger Handball.“
Andere schauen mit Respekt auf die neue Herausforderung:
„Da sind wir wieder die Kleinen und die anderen größer und stärker.“
Wenn ich meinen Spielern etwas mitgeben darf, dann dies: Im Handball entscheidet nicht nur Größe oder körperliche Stärke. Unser Sport wird auch im Kopf entschieden.
Und genau dort haben diese Jungs sehr viel zu bieten. Was ihnen vielleicht an Größe fehlt, gleichen sie mit Kampfgeist, Spielintelligenz und Teamgeist aus.
Und auch diejenigen, die sich jetzt auf den nächsten Schritt freuen, werden vielleicht irgendwann zurückblicken und sagen:
„In der E-Jugend hatte ich mehr Platz.“
Doch wachsen kann man nur, wenn man sich mit stärkeren Gegnern misst. Deshalb ist der Schritt nach oben genau der richtige.
Ich persönlich freue mich auf die kommende Saison und werde die Entwicklung meiner ehemaligen Spieler weiterhin verfolgen und – soweit es meine Zeit zulässt – unterstützen.

Danke an alle Unterstützer
Zum Abschluss möchte ich mich bei allen bedanken, die das Team während der Saison begleitet haben.
Ein großer Dank gilt den Eltern, Omas, Opas, Onkeln, Tanten, aber auch Freunden, Kollegen und allen, die zu unseren Spielen gekommen sind, um die Jungs anzufeuern.
Der Zuspruch hat diese Mannschaft verdient – nicht nur wegen der sportlichen Leistungen, sondern auch wegen ihres Teamgeists und ihres Charakters.
Vielen Dank für eure Unterstützung.
Pascal
